1. FC Saarbrücken - Eintracht Frankfurt

Freundschaftsspiel 1949/50

2:2 (2:0)

Termin: 15.01.1950
Zuschauer: 5.000
Schiedsrichter:
Tore: 1:0 Binkert (6.), 2:0 Binkert (42.), 2:1 Kurt Krömmelbein (53.), 2:2 Hubert Schieth (75.)

 

>> Spielbericht <<

1. FC Saarbrücken Eintracht Frankfurt

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Wechsel

Trainer
  • Oskar Müller
Trainer

 

Eintracht begeisterte in Saarbrücken

Saarbrücken (Eigener Bericht). Leider hielt das regnerische Wetter zahlreiche Besucher vom Kieselhumes ab. Immerhin waren es noch 5000, darunter der Kultusminister Dr. Straus, die der Frankfurter Eintracht einen herzlichen Empfang bereiteten. Nach der Begrüßung entwickelte sich sofort ein lebhaftes Spiel. Besonders die Eintracht gefiel durch ihre direkten Schüsse aus jeder Lage, die man seit langem in Saarbrücken nicht mehr gesehen hatte. Doch die Gastgeber waren erfolgreicher und erzielten bereits in der 6. Minute den Führungstreffer. Ein Schnitzer von Krömmelbein begünstigte dieses Tor. Dann folgte eine schöne Leistung Schieths, der den Ball stoppte und sofort schoß, doch der schnell reagierende Torwart lenkte den Ball zur Ecke ab, der sofort eine zweite folgte. Die Frankfurter zeigten den gewohnten "süddeutschen" Fußball, flach, beweglich und ideenreich. Reichert und Lemm starteten einen rasanten Durchbruch, doch verfehlte der Köpfer von Kraus knapp das Ziel. Auch einigen 20-m-Schüssen von Schieth und Pfaff war kein Erfolg beschieden. Die Mahlstädter wurden von dieser Schußfreudigkeit angesteckt, und Henig holte sich Sonderbeifall, als er einen Bombenfreistoß zur ersten Ecke für Saarbrücken faustete. Der FC erspielte sich leichte Vorteile, nicht zuletzt durch die ausgezeichnete Partie von Clemens, der als zurückgezogener Mittelstürmer operierte. Binkert profitierte am meisten davon. Sein zweites Tor zwei Minuten vor der Pause fiel auf Vorlage von Clemens.

Nach dem Wechsel spielte Giller bei der Eintracht Mittelläufer und Heilig Rechtsaußen Das Spiel brachte das gleiche Bild wie die erste Halbzeit. Ein Saarbrücker Foul in Strafraumhöhe gab Kraus eine günstige Gelegenheit. Sein Freistoß wurde abgewehrt, aber Krömmelbein jagte den Ball genau am Pfosten vorbei ins Netz. Das war in der 51. Minute. Zwei-, dreimal hatte Henig dann Fortuna auf seiner Seite. Turbulente Szenen vor dem Eintrachttor, ehe Heilig und Kraus wieder Luft schafften. Dann merkten die Frankfurter, wie die Saarbrücker Verteidigung zu schlagen ist. Kraus fädelte den Ausgleich ein, er überspielte den etwas langsamen Imig und paßte genau zu Schieth, der placiert einschoß (82. Minute) Nun wurden die Frankfurter lebhafter und auch vom Publikum stark angefeuert. Im Uebereifer verpaßte Pfaff die Siegeschance. In den letzten Minuten warfen die Mahlstädter noch einmal alles nach vorn. Aber Henig war nicht mehr zu schlagen. Dann kam noch einmal Kraus, aber der Pfosten rettete für Saarbrücken. (Frankfurter Neue Presse vom 16.01.1950)

 

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