1. FC Pforzheim - Eintracht Frankfurt

Freundschaftsspiel 1950/51

0:2 (0:1)

Termin: 12.08.1950
Zuschauer: 2.500
Schiedsrichter: Heller (Stuttgart)
Tore: 0:1 Alfred Kraus (13.), 0:2 Willi Kraus (58.)

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FC Pforzheim Eintracht Frankfurt

  • Bischoff
  • Schmid
  • Müßle
  • Fix
  • Biedenbach
  • Blaich
  • Schradl
  • Rau
  • Vogt
  • Sträub
  • Kübler

 


 

Eingewechselt
Trainer
Trainer

Beifallsstürme für Henig

Eintracht siegt in Pforzheim 0:2 (0:1)

Die Frankfurter „Eintracht" mußte in der Goldschmiedestadt hart kämpfen, um den 1. FC Pforzheim schließlich mit 2:0 (1:0) zu schlagen. Die Badener hatten nicht ihren besten Tag, zudem probierten sie mit mehr oder weniger Erfolg einige Nachwuchsspieler aus. Im Gegensatz zu dem badischen Zweitdivisionär trat die Elf vom Main in kompletter Aufstellung an. Die Frankfurter spielten sehr schnell und zügig zusammen, befanden sich in guter Kondition und hatten auch auf taktischem Gebiet klare Vorteile. Allerdings war ihre Fünferreihe vor dem Pforzheimer Tor mitunter hilflos. Ueberragend war der Eintracht-Torwart Henig, der sich wiederholt Beifall auf offener Szene holte, während sein Gegenüber Bischof ausgepfiffen wurde. Ueberraschend fiel in der 12. Minute das erste Tor: Kraus 2 nahm einen flachen Ball auf und schoß besonnen zum 1:0 ein. In der 59. Minute unterlief dem Pforzheimer Läufer Diefenbach ein Fehlschlag. Kraus 1 war zur Stelle und erhöhte auf 2:0. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

 

 


 

 

 

Tore: Kraus I und II

Dieses Privatspiel sah beide Mannschaften nicht in der Verfassung, in der sie erfolgreich in ihren Klassen, Pforzheim in der zweiten Division, Eintracht in der Oberliga, bestehen können. Bei beiden Teams mangelte es erheblich an der nötigen Geschlossenheit und am gegenseitigen Verständnis.

Frankfurt war aber wiederum Pforzheim in puncto Schnelligkeit, Technik, Taktik, Spielanlage und Aufbau entschieden überlegen. Die Gastgeber konnten demgegenüber nur einen größeren Eifer ins Feld bringen, dem sie das offene Spielgeschehen verdankten. Sehr unsicher zeigte sich Bischoff im Pforzheimer Tor, während sein Gegenüber Henig immer noch der alte Klassetorhüter ist. Bei Frankfurt entpuppte sich Mittelstürmer Schieth als spurtschneller Durchreißer, der jedoch mit seinen Schüssen wenig Glück hatte.

Die Pforzheimer Neuerwerbungen Sträub und Vogt fügten sich gut in den Rahmen ein. Nach 13 Minuten brachte Rechtsaußen Kraus II einen, wunderbaren, (haltbaren) Drehschuß an, der für Bischoff im Pforzheimer Tor überraschend kam. Auch Henig stand wiederholt im Brennpunkt des Geschehens, doch konnten die Frankfurter ihr Tor reinhalten. 13 Minuten nach Wiederanspiel ging Kraus I durch und stellte mit sattem Schuß das Endergebnis her. ('Sport-Magazin')

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