Eintracht Frankfurt - Wacker Innsbruck

Messepokal 1968/1969 - 1. Runde, Rückspiel

3:0 (1:0)

Termin: 01.10.1968 (Flutlichtspiel, Waldstadion)
Zuschauer: 2.000
Schiedsrichter: Siebert (Deutschland)
Tore: 1:0 Jürgen Kalb (7.), 2:0 Bernd Nickel (47.), 3:0 Bernd Nickel (85.)

 

 

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Eintracht Frankfurt Wacker Innsbruck

 


  • Reckenstein
  • Prowacnik
  • Binder
  • Eichlmüller
  • Obert
  • Kriess
  • Helmut Senekowitsch
  • Lederer
  • Vogel
  • Aust (Platzverweis, 86.)
  • Ettmayer

 

Wechsel Wechsel
Trainer Trainer
  • Branko Elsner



Klarer Sieg vor leeren Rängen

Drei Minuten vor dem Abpfiff wurde Aust, einer der berühmtesten Spieler im Wacker-Dreß, nach einem Revancheakt an Wirth vom Platz gestellt. Der jähzornige junge Mann, der früher beim VfB Stuttgart Lizenzspieler war, hatte um diese Zeit offensichtlich nicht mehr viel Lust am Mitspielen. Er konzentrierte sich ganz auf das Duell mit dem Verteidiger, der ihn messerscharf gedeckt und ihm keinen Meter Platz gelassen hatte. Schon vom Vorspiel her waren wahrscheinlich Feindseligkeiten zwischen den beiden ausgebrochen. Zu gewinnen war für die Innsbrucker im Messepokal- Rückspiel sowieso nichts mehr. Die Eintracht führte 3:0 und hatte den Sprung In die nächste Runde längst vollendet, obwohl sie die Partie auf die leichte Schulter nahm, denn Kalb, der so groß gestartet war, und auch Huberts, der anfangs einige sehenswerte Flugbälle in die Laufrichtung seines Freundes geschickt hatte, steckten zurück, ohne daß die Akzente wesentlich verändert wurden.

Die Innsbrucker spielten so, wie man es von ihnen erwartete, nämlich bieder und kraftlos. Ihre bescheidenen Künste glänzten allenfalls im Mittelfeld, wo die Eintracht den Widerstand nicht so scharf ansetzte. Tilkowski hatte nur zweimal ernsthaft zuzupacken. Lindner räumte meist schon im Vorfeld auf, und die Schwäche Belluts blieb ohne Auswirkung, weil die Österreicher nicht einmal die seltenen Momente der Kopflosigkeit auszunutzen verstanden.

Die Verkündung der Eintrachtaufstellung hatte für eine kurze Weile die Hoffnung ausgelöst, einen Schämer in neuer Funktion als Verbinder betrachten zu dürfen, doch Schämer, als Mittelfeldspieler präsentiert, spielte seinen Part in der Abwehr wie immer und blieb nach der Pause draußen. Der Sturm schoß viel, doch meist schlecht gezielt. Nickel traf noch am besten, und die Paraden des tüchtigen Torhüters Rettensteiner gehörten zu den Sehenswürdigkeiten dieses kühlen Abends, der vom Frankfurter Publikum weitgehend ignoriert wurde, denn nur 2000 Zuschauer verloren sich im Waldstadion.

Die Unterstützung der Abwehrleute für den Angriff zahlte sich in dem Moment aus, in dem Lotz kurz nach der Pause und vom rechten Flügel her flankte und Nickel mit präzisem Kopfball den zweiten Treffer erzielte. Noch schöner war das erste Tor gewesen. Nickel schickte den Ball in die Gasse zu Kalb, der schnell gestartet war und über den herausstürzenden Torwart genau ins Tor traf. Dem dritten Treffer ging ein scharfes Tackling zwischen Kriegs und Huberts voraus. Huberts siegte, und Nickel nutzte die Gunst des Augenblicks, schlug zu und traf.

 

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