Fortuna Düsseldorf - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 1995/1996 - 33. Spieltag

2:2 (2:0)

Termin: Sa 11.05.1996 15:30
Zuschauer: 27.000
Schiedsrichter: Edgar Steinborn (Sinzig)
Tore: 1:0 Vlatko Glavas (8.), 2:0 Thorsten Judt (27.), 2:1 Matthias Dworschak (64.), 2:2 Ned Zelic (83.)

>> Spielbericht <<

Fortuna Düsseldorf Eintracht Frankfurt

  • Georg Koch
  • Karl Werner
  • Darko Drazic
  • Vlatko Glavas
  • André Winkhold
  • Harald Katemann
  • Markus Anfang
  • Thorsten Judt
  • Richard Cyron
  • Jörg Bach
  • Rudi Istenic

Wechsel

  • Dennis Ibrahim für Darko Drazic (83.)
  • Frank Mill für Markus Anfang (87.)

Wechsel

Trainer

  • Aleksandar Ristic

Trainer

Schaulaufen in Düsseldorf

Mit sechs Punkten Rückstand auf Platz 15 und einer deutlich schlechteren Torbilanz ist nichts mehr zu erreichen - die Eintracht auf Tabellenplatz 17 ist definitiv abgestiegen. Dennoch begleiten über 2000 Eintrachtfans die Mannschaft ins Rheinstadion und nehmen die Gelegenheit zur vorerst letzten Bundesligaauswärtsfahrt wahr.

Das Team auf dem Feld, in dem Dickhaut und nach Rotsperre Zchadadse wieder aufgeboten sind, macht in der ersten Halbzeit eine Kaffeefahrt daraus. Reichlich willenlos ergeben sie sich in ihr Schicksal und willigen fast ohne Widerstand in ein 2:0 für die Fortunen ein, die engagiert und motiviert auftreten, da sie zum endgültigen Klassenerhalt noch einen Punkt benötigen. Simple Mittel sind es, die der Eintracht Probleme bereiten, lange diagonale Schläge und vor allem die weiten, bis tief in den Strafraum fliegenden Bälle des Einwurfspezialisten Katemann.

Im Offensivspiel bleibt die Eintracht alles schuldig und wenn tatsächlich einmal ein Ball die Spitze erreicht, ist es Stürmer Mornar, der eigensinnig den Erfolg in Einzelaktionen sucht, damit aber nichts erreicht, da es ihm gegen oft mehrere Gegenspieler an der nötigen Beweglichkeit mangelt.

Trainer Stepanoviç macht damit - wie auch mit der offenkundigen Lustlosigkeit von Mittelfeldspieler Schupp - in der Pause Schluss und bringt die Nachwuchskräfte Dworschak und Bunzenthal, anschließend in der 64. Spielminute noch den jungen Angreifer Hagner für Abwehrspieler Roth.

Was ihm in den Vorwochen oft misslungen ist, diesmal gelingt es. Er bringt mit seinen Maßnahmen einen spürbaren und gleich auch zählbaren Stimmungsumschwung in die Mannschaft. Die jungen Spieler zeigen Sportsgeist genug, sich auch dieser unangenehmen Aufgabe zu stellen und zwingen die Fortunen in die Defensive.

Angesteckt von diesem munteren Treiben zeigt sich auch endlich einmal Thomas Doll von seiner besseren Seite und schwingt sich in dieser Partie zum Führungsspieler auf: erst legt er Dworschak den Anschlusstreffer zum 1:2 auf (65.Spielminute), dann liefert er die Vorlage zum 2:2 durch Zelic (82. Spielminute).

Dazwischen und danach hat insbesondere Rauffmann mehrere deutliche Einschusschancen, kann diese aber gegen den stärksten Düsseldorfer, Torwart Koch, nicht nutzen. So wird in der Endphase der noch mögliche Sieg verpasst, wie schon so vieles in der Saison verpasst worden ist.

Am Ende gibt es Freibier - für die Fans der Düsseldorfer, die sich mit dem Punktgewinn endgültig gerettet haben und vielleicht auch für den einen oder anderen Eintrachtfan, der seinen Frust hinunterspült. (ae)

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