1. FFC Frankfurt - Herforder SV

Bundesliga 2014/2015 - 6. Spieltag

6:1 (3:1)

Termin: 05.10.2014, 11:00 Uhr
Zuschauer: 1.460
Schiedsrichter: Sandra Stolz (Pritzwalk)
Tore: 0:1 Hastings (22.), 1:1 Šašic (23.), 2:1 Šašic (35.), 3:1 Šašic (44.), 4:1 Fishlock (57.), 5:1 Marozsán (84.), 6:1 Garefrekes (87.)

 

>> Spielbericht <<

1. FFC Frankfurt
Herforder SV

  • Desirée Schumann
  • Kathrin-Julia Hendrich
  • Peggy Kuznik
  • Verónica Boquete Giadans
  • Dzsenifer Marozsán
  • Simone Laudehr
  • Svenja Huth
  • Kerstin Garefrekes
  • Jessica Fishlock
  • Célia Šašic
  • Mandy Islacker

 


  • Laura Giuliani
  • Friederike Schaaf
  • Lena Göllner
  • Lena Hackmann
  • Lena Wermelt
  • Merza Julevic
  • Ashley Grove
  • Danica Wu
  • Louisa Lagaris
  • Lydia Hastings
  • Kirsten Nesse

 

Wechsel
  • Schmidt für Hendrich (75.)
  • Tanaka für Fishlock (78.)
  • Ando für Šašic (80.)
Wechsel
  • Schulte für Hackmann (60.)
  • Harbert für Grove (60.)
  • Burgheim für Lagaris (67.)
Trainer
  • Colin Bell
Trainer
  • Jürgen Prüfer

 

 

Sasic-Hattrick bei Kantersieg

Der 1. FFC Frankfurt gewinnt sein Heimspiel gegen den Herforder SV in der Frauen-Bundesliga mit 6:1-

Der 1. FFC Frankfurt bleibt in der Frauen-Bundesliga auf Erfolgskurs: Das Aufeinandertreffen mit Aufsteiger Herforder SV entschied der zweifache Triple-Gewinner mit 6:1 für sich und verbuchte damit den dritten Dreier in Folge. Auf die überraschende Gästeführung antwortete Celia Sasic mit einem Hattrick, ehe Jessica Fishlock, Dzsenifer Marozsán und Kerstin Garefrekes das Resultat noch in die Höhe schraubten. 1.460 Zuschauer sahen einen sehr engagierten FFC und zahlreiche tolle Spielzüge, die auch noch den einen oder anderen Treffer mehr verdient gehabt hätten.

Tristesse herrschte nach den sonnigen Vortagen nur am Rödelheimer Himmel, nicht allerdings im Stadion am Brentanobad, wo der 1. FFC Frankfurt einmal mehr für beste Fußball-Unterhaltung sorgte. Die erste FFC-Chance bereits in der siebten Minute: Nach einer Ecke von Dzsenifer Marozsán zog Simone Laudehr aus der zweiten Reihe ab – Latte. Mandy Islacker versuchte es in der 20. Minute mit einem Schuss aus halblinker Position, allerdings zu unplatziert. Wenig später war Kerstin Garefrekes nach einem Marozsán-Freistoß zur Stelle – kein Problem für Herfords Torfrau Laura Giuliani (21.). Bis dahin ein vom FFC dominiertes, aber insgesamt noch eher unspektakuläres Spiel, das urplötzlich Fahrt aufnahm. Und dafür sorgten überraschend die Gäste: Nach einem Fehler im Spielaufbau war Herfords einzige Stürmerin Lydia Birch Hastings zur Stelle und ließ FFC-Torfrau Desirée Schumann keine Chance (23.). Die mitgereisten Fans aus Ostwestfalen konnten ihr Glück kaum fassen, allerdings hielt die Euphorie nicht lange an. Die schnelle Antwort des 1. FFC Frankfurt hatte Celia Sasic parat, die nach einer Flanke von Kerstin Garefrekes zum Ausgleich einköpfte (24.). Die Gastgeberinnen blieben nun am Drücker und erspielten sich weitere Gelegenheiten: Svenja Huth setzte einen 16-Meter-Schuss knapp links vorbei (31.), dann zielte Celia Sasic bei einem Kopfball nach Flanke von Kathrin Hendrich zu ungenau (35.). Eine Minute später machte es die Torschützenkönigin der Bundesliga-Saison 2013/14 besser: Nach Vorlage von Jessica Fishlock schob Celia Sasic aus zentraler Position zum 2:1 ein (36.). Kurz vor der Halbzeitpause fast der Hattrick der Nationalspielerin, als Celia Sasic einen Torschuss von Verónica Boquete über die Linie busgierte, dabei aber im Abseits stand (43.). Und dann war der seltene Dreierpack innerhalb einer Halbzeit doch noch perfekt: Nach einem Distanzschuss von Dzsenifer Marozsán staubte die Torjägerin im FFC-Trikot zum 3:1 ab (44.).

Hellwach und sehr konzentriert startete der 1. FFC Frankfurt, der seinem Gegner nun kaum noch Luft zum Atmen ließ, in die zweite Hälfte. Simone Laudehr platzierte einen Kopfball nach Flanke von Mandy Islacker im langen Eck, doch Herfords Keeperin Laura Giuliani entschärfte den Ball mit den Fingerspitzen (50.). Mit dem bloßen Verwalten des Vorsprungs gab sich das Team von Cheftrainer Colin Bell nicht zufrieden, soviel war klar. Nach einer Ecke von Dzsenifer Marozsán nahm Jessica Fishlock aus der Distanz Maß. Blieb der erste Versuch noch in der Herforder Abwehr hängen, jagte die Waliserin das Leder im zweiten Anlauf zum 4:1 ins Netz (56.). Und dann wurde es artistisch: Zunächst versuchte es Celia Sasic mit einem Seitfallzieher (61.), dann spitzelte Simone Laudehr den Ball per Hacke in Richtung Tor (65.). Fehlte nur noch der Premierentreffer von Verónica Boquete, den die quirlige und spielstarke Spanierin – nicht zum ersten Mal – in der 69. Minute auf dem Fuß hatte, aber an der Fußspitze von Laura Giuliani scheiterte. Drei Minuten später schoss Vero aus 16 Meter drüber. Es folgte das „Finale furioso“ in einem starken FFC-Heimauftritt: Erst traf Dzsenifer Marozsán mit einer direkt verwandelten Ecke, die Herfords Torfrau Laura Giuliani durch die Handschuhe glitt (84.), ehe Kerstin Garefrekes das halbe Dutzend komplettierte und den Schlusspunkt zum 6:1 setzte (87.).

Bereits morgen startet der 1. FFC Frankfurt in sein Comeback auf der internationalen Fußballbühne: Am Nachmittag geht`s für den FFC-Tross ins kasachische Shymkent, wo am kommenden Mittwoch, 8. Oktober 2014, 10.00 Uhr (MESZ) das Sechzehntelfinal-Hinspiel in der UEFA Women’s Champions League gegen den WFC BIIK-Kazygurt auf dem Programm steht. Die nächste Aufgabe in der Frauen-Bundesliga wartet bereits am kommenden Sonntag, 12. Oktober 2014, 14.00 Uhr, wenn die SGS Essen den Rekord-Pokalsieger empfängt.

Stimmen zum Spiel

FFC-Cheftrainer Colin Bell: „Wir haben eine tolle Reaktion auf den Rückstand gezeigt, sofort zurückgeschlagen und das Spiel bis zum Schluss dominiert. Einmal mehr sind die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen. Die beiden Tore zum Schluss waren wichtig, um uns für den großen Aufwand zu belohnen und die große Überlegenheit auch im Ergebnis auszudrücken.“

Jürgen Prüfer, Trainer Herforder SV: „Mit dem Führungstreffer konnten wir den 1. FFC Frankfurt ein wenig nerven, aber danach hat sich das Spiel so entwickelt, wie man es angesichts der Qualität beider Teams erwarten konnte. Auch wenn wir in einer Liga sind, spielt der FFC nicht wirklich in unserer Liga…“

FFC-Manager Siegfried Dietrich: „Toll, wie sich unsere Mannschaft heute präsentiert und nach dem Rückstand mit viel Spielfreude und sehenswert herausgespielten Toren drei wichtige Punkte eingefahren hat. Ein Dank gilt unseren treuen Fans, die uns auswärts wie daheim begleiten und heute mit einem attraktiven Heimspiel belohnt wurden.“

 

(Text von ffc-frankfurt.de)

 

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