1. FC Union Berlin - Eintracht Frankfurt

Bundesliga 2022/2023 - 25. Spieltag

2:0 (0:0)

Termin: 19.03.2023, 15:30 Uhr
Zuschauer: 22.012
Schiedsrichter: Christian Dingert (Gries)
Tore: 1:0 R. Khedira (53.), 2:0 K. Behrens (75.)

 

>> Spielbericht <<

1. FC Union Berlin
Eintracht Frankfurt

  • Rönnow
  • Doekhi
  • Knoche
  • Baumgartl
  • Juranovic
  • R. Khedira
  • Gießelmann
  • Seguin
  • Haberer
  • Becker
  • Jordan

 


  • Trapp
  • Tuta
  • Smolcic
  • Ndicka
  • Buta
  • Sow
  • C. Lenz
  • Kamada
  • Borré
  • M. Götze
  • Kolo Muani

 

Wechsel
  • K. Behrens für Jordan (67.)
  • Roussillon für Gießelmann (76.)
  • Leweling für Becker (76.)
  • Diogo Leite für Baumgartl (86.)
  • Pantovic für Haberer (86.)
Wechsel
  • Alario für Borré (67.)
  • Max für C. Lenz (73.)
  • Aaronson für M. Götze (82.)
  • Alidou für Kamada (82.)
Trainer
  • Urs Fischer
Trainer
  • Oliver Glasner

 

 

Niederlage vor der Länderspielpause

Die Eintracht unterliegt effizienteren Unionern 0:2 (0:0). Khedira (53.) und Behrens (75.) treffen für die Eisernen. Aaronson feiert sein Bundesligadebüt.

Im letzten Spiel vor der Länderspielpause rückte Randal Kolo Muani, der unter der Woche gegen die SSC Napoli noch rotgesperrt passen musste, wieder in die Sturmspitze der Eintracht. In der Offensive flankierten den französischen Nationalspieler Rafael Santos Borré und Mario Götze. Für Kapitän Sebastian Rode, der im Stadion An der Alten Försterei aufgrund seiner fünften Gelben Karte fehlte, brachte Cheftrainer Oliver Glasner Hrvoje Smolcic. Der 22-Jährige rückte in die Dreierkette, den zentralen Part im Mittelfeld neben Djibril Sow übernahm dafür Daichi Kamada.

Knapp vier Minuten waren gespielt, als die Adlerträger erstmals gefährlich im gegnerischen Strafraum auftauchten. Götze legte quer auf Borré, doch der Schuss des Kolumbianers wurde noch geblockt (4.). Auch die Gastgeber, vor dem Aufeinandertreffen mit den Hessen seit 17 Heimspielen ungeschlagen, setzte erste Duftmarken. So etwa Sheraldo Becker, der während eines Konters über die rechte Außenbahn steil geschickt wurde, den Ball unter Bedrängnis von Smolcic aber links am Gehäuse von Kevin Trapp vorbei setzte (13.).

Mächtig knapp wurde es wenige Augenblicke später auf der Gegenseite, als die mitgereisten Eintracht-Fans den Torschrei schon auf den Lippen hatten: Christopher Lenz, einst selbst für Union am Ball, zog einen Freistoß scharf an den kurzen Pfosten, wo Kolo Muani lauerte, den Ball aber knapp vorbei köpfte (16.). Die Hessen blieben am Drücker. Nun war es zunächst Lenz selbst, der im Strafraum abzog, allerdings zu hoch ansetzte (18.); kurz darauf wurde ein Schuss von Kolo Muani noch zur Ecke abgewehrt (20.).

Frankfurt hielt auch in der Folge das Heft des Handelns in der Hand. Die bis dato dickste Chance des Spiels gehörte Kamada. Im Strafraum prallte der Ball nach einem wuchtigen Schuss Tutas vor die Füße des Japaners, doch im Eins-gegen-eins behielt Unions Torhüter und Ex-Adler Frederik Rönnow die Oberhand (34.). Fünf Minuten später stieg Kolo Muani im Strafraum am höchsten, sein Kopfball ging über den Querbalken (39.).

Die Schlagzahl blieb hoch, nun drohte Gefahr für das Tor der Eintracht. Paul Seguin nahm Maß, doch Trapp war zur Stelle (40.). Schnell verlagerten die Frankfurter das Geschehen wieder in die Hälfte der Berliner, gleich drei Gelegenheiten hatten sie noch vor dem Pausenpfiff: Borré konnte den Ball nicht an Rönnow vorbei legen (44.), Kamadas Abschluss aus fünf Metern kam nicht durch (45.) und Kolo Muanis Kopfball nach einer Ecke strich knapp am linken Pfosten vorbei (45. + 1).

Hatte die Eintracht in den ersten 45 Minuten noch zwölf Torschüsse abgegeben, so viele wie noch nie in einer ersten Halbzeit in der laufenden Saison, so waren es nach dem Kabinengang doch die Berliner, die als erstes jubelten. Nach einer Ecke behielt Rani Khedira im Gewühl die Übersicht und traf aus kurzer Distanz (53.).

Die Eintracht ließ sich aber nicht beirren und suchte nach einer passenden Antwort auf den Rückstand. Nach gut einer Stunde hatte Kolo Muani diese auf dem Fuß, zog aus spitzem Winkel aber über das Tor (62.). Nachdem ein Tor von Becker nicht wegen Abseits nicht zählte (68.), war es im Gegenzug der kurz zuvor für Borré eingewechselte Lucas Alario, der Rönnow prüfte (69.). Mehr Glück im Abschluss hatte dann wiederum Union Berlin. Kevin Behrens drang über links in den Strafraum ein und schob den Ball durch die Beine von Trapp hindurch über die Linie (75.).

Auch nach dem zweiten Gegentor wollte sich die Eintracht nicht geschlagen geben und drängte gegen sicher stehende Gäste auf den Anschlusstreffer. Rönnow parierte Kamadas Kopfball (81.). Kurz darauf verließ der Japaner den Platz für Paxten Aaronson, der damit in Berlin sein Bundesligadebüt feierte, jedoch die Niederlage auch nicht mehr verhindern konnte. Somit verabschiedet sich Eintracht Frankfurt mit unverändert 40 Punkten und auf Platz sechs liegend in die Länderspielpause.

Stimmen zum Spiel

Sportvorstand Markus Krösche: In der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht und hätten ein Tor machen müssen. Aber vor dem Tor fehlt die Leichtigkeit. In der zweiten Halbzeit spielt das Gegentor durch eine Standardsituation Union in die Karten. Denn wir müssen vor der Pause in Führung gehen gegen eine Mannschaft, die zu Hause sehr gut verteidigt. Dann wird es natürlich schwieriger. Insgesamt war es eine unnötige Niederlage, wir haben eine Chance vertan. Das Momentum ist nicht auf unserer Seite. Heute hätten wir wahrscheinlich deutlich länger spielen können und kein Tor gemacht.

Cheftrainer Oliver Glasner: Bis auf den Abschluss ist bei uns in der ersten Halbzeit eigentlich alles aufgegangen. Union hat unsere Fehler bestraft. Sie haben ohne herausgespielte Torchance das Spiel gewonnen. Heute hättest du auch mal 0:0 spielen können. Wir verlieren leider immer auf die gleiche Art und Weise.

Djibril Sow: Vor ein paar Wochen hätten wir in der ersten Halbzeit zwei, drei Tore gemacht. Aktuell sind die Coolness und die Lockerheit weg. Das musst du dir erarbeiten. Wir müssen Tore machen, dann kommt das Selbstvertrauen zurück. Wir brauchen im Moment extrem viel, um ein Tor zu machen. Vor der Pause haben wir gesehen, dass die Mannschaft will und Fußball spielen kann. Union hatte Standards als stärkste Waffe, dann gewinnen sie so ein Spiel. Sie machen das 1:0, es wird einfacher für sie und sie haben viele lange Bälle gespielt. Wir waren zu hektisch und sind nicht mehr zurückgekommen. Die Niederlage ist extrem bitter.

Urs Fischer (Cheftrainer Union Berlin): Wir haben eigentlich ganz gut begonnen, dann haben wir ein wenig den Faden verloren. Taktisch haben wir daraufhin etwas angepasst, die Organisation war zurück, wir standen kompakter und hatten wieder Zugriff. Das Gesicht, das wir auch von uns selbst eingefordert hatten, haben wir heute gesehen. Wir hatten auch das nötige Spielglück, hatten einen hervorragenden Torwart und waren effizient vor dem Tor. Der Sieg war etwas glücklich, die Mannschaft hat aber auch viel aufgebracht.

 

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Bericht und Fotos von www.eintracht.de

 

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