Alois Braun

*27.06.1883 · †24.10.1914

1908 bis 1911 Frankfurter Kickers, 1911 bis 1914 FFV.

Meisterschaft
Süddeutsche
Meisterschaft
DM-Endrunde
1908/09
+1
?
-
-
-
-
1909/10
+1
+1
-
-
-
-
1910/11
+4
-
-
-
-
-
1911/12
-
-
1
-
-
-
1912/13
1
?
5
?
-
-
1913/14
+13
?
6
?
-
-
Gesamt
+20
+1
12
?
-
-

Saison 1913/14 

 

Recherche von Andreas Eder/Uli Matheja:

Alois Braun (FFV)

Alois Wilhelm Braun, *27.Juni 1893, war der Sohn des Milch- und Eierhändlers Joseph Braun und seiner Ehefrau Agnes mit einem Ladengeschäft in der Liebigstraße; er war gebürtiger Frankfurter und lebte noch bei seinen Eltern in der Wohnung in der Dahl-mannstraße, als er 1912 zum Militärdienst eingezogen wurde. Er organisierte aus diesem Anlaß ein Freundschaftsspiel zwischen den Soldaten seiner Kompanie und der 2.Mannschaft des F.F.V.
Im Fußballsport war Alois Braun zunächst bei den Frankfurter Kickers in der Läuferreihe aktiv gewesen, nach der Fusion dann auch beim Frankfurter Fußball-Verein. Nachge-wiesen sind mindestens 20 Ligaspiele und 12 Spiele um die Süddeutsche Meisterschaft. Im Krieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger im 80. Füsilier-Regiment in der 4. Kompagnie.
Am 22. August 1914 fand die Schlacht bei Bertrix (Belgien, 20 km vor Sedan) statt, hier wurde Alois Braun schwer verwundet. Über seinen Tod wurden die Mitglieder im Feld-postbrief vom 8. Dezember 1914 informiert: „Alois Braun war schwer verwundet und ist dann an der Verwundung, nachdem man ihm das Bein amputiert hatte, in Bonn gestor-ben". Alois Braun starb mit nur 21 Jahren. In den Verlustlisten wird Alois Braun am 30. September 1914 auf Seite 652 erwähnt: „Füsilier Alois Braun, Frankfurt am Main, schwer verwundet.“ Einige Wochen später folgt am 8. November 1914 die Ergänzung: „Berichtigung früherer Angaben: Alois Braun, Frankfurt am Main, bisher verwundet, gestorben Lazarett Bonn, 24. Oktober 1914.“ Alois Braun starb an einer Blutvergiftung nach Schußverletzung.
Auf dem Frankfurter Hauptfriedhof findet man das Grab von Alois Wilhelm Braun in Ge-wann VII, Reihe B, Grab 15.

Ob sein Bruder auch Mitglied der 1. Mannschaft war, ist nicht klar; in den Spielaufstellun-gen heißt es oft nur „Braun“. Wenn beide in unteren Mannschaften auf dem Feld sind, heißt es „Braun I und Braun II“ :

Albert Braun (FFV)

Albert und Alois Braun waren Brüder; beide waren Söhne von Joseph Anton Braun und seiner Frau Agnes, geborene Papst. Josef Albert Braun wurde in der Wohnung der Eltern am 25.April 1890 geboren, damals noch im Oeder Weg 110.
Albert Braun war Mitglied des Frankfurter Fußball-Vereins und wurde zumeist im Angriff eingesetzt. In der Verlustliste Nr. 1647 vom 28. September 1917 ist auf Seite 20896 ver-merkt: Braun, Albert, Leutnant der Reserve, geb. 25. April, gefallen.
Dem Sterberegister der Stadt Frankfurt ist zu entnehmen, dass er 27 Jahre, ledig und „studiosus juris“ war und dass er in Belgien an der Nordseeküste in Westende-Bad „an seinen erhaltenen Verwundungen“ starb.
Auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt findet man sein Grab in Reihe D, Grab 232. Der am 25. April 1890 geborene Albert Braun verstarb demnach am 15. August 1917.


 

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