Eintracht Frankfurt - FK Pirmasens

Gauliga Südwest 1936/37 - 4. Spiel

5:0 (3:0)

 

Termin: 04.10.1936
Zuschauer: 7.000
Schiedsrichter:
Tore: 1:0 Adam Schmitt, 2:0 Adam Schmitt, 3:0 Karl Monz, Eigentor, August Möbs

 

>> Spielbericht <<

Eintracht Frankfurt FK Pirmasens

 


 

Trainer Trainer

 

[...] Röll sollte für Eintracht Spielerlaubnis bekommen. Die Sperrfrist wurde aber „aus erzieherischen Gründen" verlängert, da Röll in kurzer Frist zweimal den Verein wechselte. Für Eintracht darf er also noch nicht spielen. Für den Gau allerdings hat er schon gespielt. „Erziehung" ist eine Opportunitätsfrage.

IV. Das Spiel des Tages

Eintrachts Sieg gegen Pirmasens 5:0, das war der Clou des Sonntags. Man sah eine neue Eintracht, die mit Schmidt und Groß vom „W" zum „V" übergegangen ist. Möbs blieb Halblinker, Schmidt spielte halbrechts und Groß zurückgezogener Mittelstürmer. Es klappte ganz vorzüglich, nur der Linksaußen Lanz erwies sich als talentlos. Die größte Klasse offenbarte Möbs, aber auch Groß, Schmidt, Mantel, Fürbeth, Gramlich und Stubb rechtfertigten ihren ausgezeichneten Ruf. Das war wieder einmal die alte Eintracht.

Von Pirmasens hatte man mehr erwartet. Das Fehlen von Hergert ist allein noch keine Entschuldigung. Die Hintermannschaft machte schwere Deckungsfehler, und die Stürmer blieben vor dem Tore vollkommen harmlos. Im Feldspiel dagegen zeigte Pirmasens etwas. Ein Großkampf wie letzte Saison war es allerdings nicht.      Dr. C.E.L. (aus dem 'Fußball' vom 06.10.1936)

 

 


 

 

Das 5:0 der Eintracht gegen den FC. Pirmasens ist auf den ersten Blick die große Sensation des Südwestens. Aber ohne Hergert ist Pirmasens nur halb und der rotblonde Toremacher, Rekordschütze Lutz von 1935, ist noch keineswegs ersetzt. Die Eintracht spielte aber zum erstenmal seit Monaten wieder mit Groß and Adam Schmitt und lieferte eine großartige Leistung. Adam Schmitt ließ mit zwei wohlgezielten Schüssen das ganze Kartenhaus der Pfälzer Hoffnungen schon in der ersten Viertelstunde zusammenkrachen und als dann Monz ein Gewaltschuß aus spitzestem Winkel glückte, war es ein entschiedenes Spiel. Erst nach der Pause ließ aber der Gast sehr nach — obwohl er dann erst kurioserweise klarere Chancen hatte. Die Eintracht hat aber noch zu niedrig gewonnen. Lanz und Schmitt verpaßten viel — vor allem der Linksaußen. Das Glanzstück der Eintracht war der Innensturm. Preisrätsel: Wann hat jemals ein Kritiker Eintrachts Sturm das Glanzstück nennen dürfen? Aber Groß und Schmidt und Möbs waren wirklich herrlich. Pirmasens fehlte aller Elan. Die Elf wird das Ergebnis bestimmt irgendwie korrigieren — aber es wird ihr schwer fallen, wieder den guten Platz zu besetzen, den sie noch vor Tagen hatte. (aus dem 'Kicker' vom 06.10.1936)

 

 


 

 

 


(Aus den Vereins-Nachrichten der Eintracht vom Februar 1937)

 

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