Eintracht Frankfurt - FFV Sportfreunde 04

Stadtrunde 1941/42

1:1 (0:1)

Termin: 24.08.1941
Zuschauer:
Schiedsrichter:
Tore: 0:1 Betz (15.), 1:1 Willi Lindner (75.)

 

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Eintracht Frankfurt FFV Sportfreunde 04

 


 

Trainer Trainer

 

(aus dem 'Frankfurter General-Anzeiger' vom 23./24.08.1941)

 

 


 

 

Die Kameruner in Form / 1:1 gegen Eintracht

Auf dem Riederwald schienen eine ganze Halbzeit lang die Rollen vertauscht zu sein. Die Sportfreunde spielten ein Spiel, daß ihrem Anhang das Herz im Leibe lachte. So flink ideenreich und wirkungsvoll hatte man sie im ganzen Jahr noch nicht gesehen. Und als die 90 Minuten um waren, mußte jedermann gestehen, das 1:1 ging in Ordnung, es war kein Zufallsergebnis.

Eintracht freilich blieb manches schuldig. Es gab da in Richter in der Verteidigung eine bedenkliche Schwäche. Und auch der Sturm spielte mehr hübsch und trickbesessen als durchschlagskräftig. Wohl wurde geschossen, von Lindner fast zu fleißig (als wollte er es alleine machen), aber die Schüsse hatten zu wenig Kraft und zu wenig Richtung. Die Speuzer aber fackelten nicht, sie nutzten den Windvorteil, trieben den Ball durch den flinken Gundel da vor, wo der geringste Widerstand zu erwarten war und hatten damit Erfolg. In der 15. Minute legte Gundel zurück zur Mitte, wo Betz annahm und sofort mit wuchtigem Flachschuß einschmetterte. Bis zum Wechsel mühte sich Eintracht vergeblich um den Ausgleich. Man hoffte auf die zweite Halbzeit und den Umbau des Angriffs mit Feick in der Mitte, Lindner halblinks und Kistner rechtsaußen. Aber die Erwartungen erfüllten sich nicht. Mehr als eine ausgeglichene Partie kam nicht heraus und schließlich mußten die Riederwälder froh sein, eine Viertelstunde vor Ende durch Lindner, der ein Zuspiel Wiegands auswertete, wenigstens zur Punkteteilung zu kommen. ('Frankfurter General-Anzeiger' vom 25.08.1941)

 

 


 

 

Die Eintracht kam über ein 1:1 gegen die Sportfreunde nicht hinaus, die hier ihre Hoffnungen auf Zugehörigkeit zur Bereichsklasse durch ein gutes Spiel rechtfertigten. Richter als Verteidiger war der schwache Punkt der Eintracht, der auch an dem Führungstor der Kameruner (durch Betz) schuld war. Mehr als das Ausgleichstor des alten Lindner konnte die Eintracht nicht mehr erzwingen. (aus dem 'Kicker vom 26.08.1941)


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