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Hannover 96 - Eintracht Frankfurt |
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Bundesliga 1972/1973 - 2. Spieltag
2:1 (0:1)
Termin: Mi 20.09.1972, 20:00 Uhr
Zuschauer: 15.000
Schiedsrichter: Gerd Hennig (Duisburg)
Tore: 0:1 Thomas Parits (37.), 1:1 Willi Reimann (56., Foulelfmeter), 2:1 Willi Reimann (73.)
| Hannover 96 | Eintracht Frankfurt |
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Eins für die Adler, zwei für Willi Gleich zu Saisonbeginn hat die Frankfurter Eintracht ihre Heimstärke beim Sieg gegen den HSV – wenn auch erst in der zweiten Halbzeit – unter Beweis gestellt. In Hannover gilt es heute etwas gegen die Auswärtsschwäche der Eintracht zu unternehmen. Die Chancen stehen nicht schlecht, zumal die 96er die Hypothek eines 1:3 auf Schalke am ersten Spieltag mit sich herumtragen. In der letzten Saison verlor die Eintracht beim Amtsantritt von 96er-Trainer Hipp an der Leine nach einer Führung noch mit 1:3. Eine unnötige Niederlage beim damaligen Tabellenletzten, bei dem Willi Reimann schon nach 36 Minuten mit einer tiefen Fleischwunde den Platz verlassen musste. Die Wende brachte seinerzeit der Ausgleich durch einen von Siemensmeyer verwandelten Handelfmeter. Reimann und Siemensmeyer sind auch heute wieder dabei. Am zu Beginn der Partie sehr konfusen Spiel der Hausherren können die beiden jedoch nichts ändern. Die Eintracht nutzt die Verwirrung der Gastgeber zu ihren technisch perfekten Kombinationen und verschafft sich so schnell Vorteile. Nach einiger Zeit gelingt es Denz und Rühmkorb, das Frankfurter Kombinationsspiel – wenn schon nicht zu unterbinden, dann - wenigstens einzuengen. An der Gefährlichkeit der Eintracht-Konter ändert dies jedoch nichts. Auf der anderen Seite bieten die 96er nur mäßige Schussleistungen, die wenigen ernsthaften Prüfungen besteht der sichere Dr. Kunter glänzend. Die Paraden des Eintracht-Keepers scheinen den Hannoveranern Stürmern den letzten Nerv zu rauben.
Trainer Hans Hipp sieht zur Halbzeit, dass seine Order die drei Musketiere – Grabi, Holz und Dr. Hammer – vom Main abzudecken ebenso wenig umgesetzt wurde, wie Kliemann nicht zu seinem Kopfballspiel kommen zu lassen. Zunächst belässt es Hipp jedoch dabei, den am Arm verletzten Parits-Bewacher Anders auszutauschen. Kaemmer kommt für ihn neu ins Spiel. Nach der Pause ändert sich das Bild. Die Hannoveraner verleihen dem Spiel mit ihrer bravourös kämpfenden Mittelreihe nicht nur eine bessere Qualität, nein, sie entfesseln einen wahren Sturmlauf, dem die Frankfurter zunächst nur ihre feine Technik entgegenzusetzen haben. In der 56. Minute pfeift Schiedsrichter Hennig aus Duisburg Elfmeter für Hannover. Bandura war in den Frankfurter Strafraum gestürmt, wo der Dauerläufer der Eintracht – Roland Weidle – ihn mit einem langen Bein zu stoppen versuchte. Nach Ansicht des Schiedsrichters ein regelwidriger Versuch. Wie die Spiele sich gleichen: wie in der letzten Saison eine Eintracht-Führung und nun die Chance zum Ausgleich für 96 durch einen Elfmeter. Diesen tritt allerdings nicht wieder Siemensmeyer, sondern Willi Reimann. Doch das ist der einzige Unterschied – auch Reimann trifft. 1:1. Reimanns Torriecher ist an diesem Tag - aus Frankfurter Sicht leider - noch für einen zweiten Treffer gut. 2:1 für Hannover in der 73. Minute. Ribbeck setzt jetzt alles auf eine Karte und bringt den Neuzugang Krauth für Weidle – ein Stürmer für einen Mittelfeldspieler. Die Eintracht steckt nicht auf, sie schlägt zurück. Immer wieder trägt sie gefährliche Konter vor. Parits taucht mehrmals gefährlich vor Paulys Kasten auf und Parits ist gut heute – doch Pauly ist noch einen Tick besser! Parits gelingt kein zweites Tor mehr... Der Hannoveraner Sieg geht aufgrund der enormen kämpferischen Leistung der Gastgeber im zweiten Abschnitt in Ordnung. Die 96er wurden durch den Rückstand aufgeweckt, während die Hessen sich zu früh darauf beschränkten, die Führung lediglich zu verwalten. In der nach dem 2. Spieltag natürlich wenig aussagekräftigen
Tabelle rutscht die Eintracht von Platz 8 auf 9, während Hannover
von 14 auf 12 klettert. (rs) |