TuS Neuendorf - Eintracht Frankfurt

Freundschaftsspiel 1973/1974

2:5 (1:2)

 

Termin: 19.02.1974 in Koblenz
Zuschauer: 1.700
Schiedsrichter: Hontheim (Trier)
Tore: 0:1 Thomas Rohrbach (14.), 1:1 Keil (36.), 1:2 Bernd Nickel (41.), 1:3 Raimund Krauth (48.), 1:4 Thomas Parits (70., Foulelfmeter), 1:5 Thomas Parits (75.), 2:5 Rath (83., Foulelfmeter)

 

 

>> Spielbericht <<

TuS Neuendorf Eintracht Frankfurt

 


 

Wechsel
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Trainer Trainer

 

Eintracht gewann 5:2 -und verlor Wienhold

Uwe Kliemann mußte am Ende ins Tor...

Im Lager der Frankfurter Eintracht war man am Dienstagabend nach dem 5:2-Erfolg im Koblenzer Stadion über TuS Neuendorf ein bißchen bedrückt, denn dieser Erfolg wurde mit der Verletzung des hervorragenden Torwarts Günter Wienhold teuer genug erkauft.

Daß es zu dieser Verletzung kam, entsprang einer kleinen Groteske. Die Eintracht führte mit 5:1, als Schiedsrichter Hontheim aus Trier auf Elfmeter erkannte. Es war übrigens der zweite Elfmeter in diesem Spiel, nachdem die Eintracht durch Parits den ersten verwandelt hatte. Das Koblenzer Publikum überstimmte mit stürmischen Zurufen den TuS-Manager Schnippe und befahl Torwart Adam an den Tatort. Adam, der bis dahin eine glänzende Leistung geboten hatte, legte sich ein wenig umständlich das Leder hin, schoß in die rechte Ecke, und Wienhold parierte ausgezeichnet, warf sich dann aber noch in den Nachschuß Sojkas und blieb stöhnend liegen.

Für den verletzten Kameraden streifte sich nun der Abwehrrecke Kliemann den Torwartpullover über: Dr. Kunter hatte sein Soll in den ersten 45 Minuten erfüllt. Kliemanns erstes „Husarenstück" bestand darin, seinerseits einen Elfmeter zu verursachen. Diesmal setzte sich TuS-Manager Schnippe gegen das Publikum durch und Rath verwandelte eiskalt zum 5:2.

„In der ersten Halbzeit war es doch zeitweise ein Bombenspiel", meinte Trainer Weise nach dem Schlußpfiff. In der Tat: Die Eintracht bot über weite Strecken eine glänzende Leistung. Hölzenbeins Einsatz in den ersten 45 Minuten bewies eindeutig: Dieser Mann gehört in die Nationalelf. Wie er die Aktionen einleitete und auch selbst im entscheidenden Augenblick als Sturmspitze zur Verfügung stand, das war gekonnt.

Daneben empfahl sich auch Nickel wieder nachdrücklich, der so selbstbewußt aufspielte, als sei er nie verletzt gewesen. Auch Rohrbach, Parits und Weidle zeigten eine gute Leistung. In der Abwehr imponierte Kliemann, wenn er es auch zuweilen betont lässig angehen ließ. Daß er einmal den Ball erheblich falsch berechnete und über sich springen ließ, war allerdings eher auf das schlechte Flutlicht zurückzuführen.

Bei TuS Neuendorf beeindruckte vor allem Torwart Adam mit einer Superleistung. Sonst hätte es leicht ein 1:10 geben können. ('Frankfurter Neue Presse' vom 20.02.1974)

 

 


 

 

Hat bei der Frankfurter Eintracht die Stunde für Peter Kunter wieder geschlagen? Sein Freund und Rivale Günter Wienhold, Torhüter der Amateurnationalmannschaft und nach einer Trainingsverletzung des „fliegenden Zahnarztes“ Anfang Dezember auch die Nummer eins zwischen den Pfosten des Riederwald-Vereins, hatte am Dienstagabend Pech bei einem Privatspiel in Koblenz. Als es bereits 5:1 für die mächtig aufspielenden Frankfurter stand, gab es einen Foulelfmeter für TuS Neuendorf. Wienhold legte sich besonders ins Zeug, als sein Gegenüber Adam zur Exekution antrat, wehrte den scharf geschossenen Ball ab und warf sich auch bei einem Nachschuss von Sojka dazwischen. Doch dabei erwischte es ihn am Knie. Mit einer Prellung musste er vom Platz getragen werden. Wie schwer die Verletzung ist, wird sich erst in den nächsten Tagen zeigen.

Dabei war Dietrich Weise so zufrieden damit, dass ein anderer Verletzter endlich wieder Fuß gefasst hat in der Mannschaft: Bernd Nickel kam nach seiner Operation durch DFB-Arzt Professor Schoberth am Samstag in der Verlängerung des Pokalspiels gegen Köln zum ersten Mal wieder auf den Platz und stand am Dienstag in Koblenz volle 90 Minuten durch.

Ebenso erfreut war der Trainer über die Leistung, die der andere Bernd, Hölzenbein nämlich, als Angriffsspitze mit seinen drei Toren gegen die Kölner gezeigt hatte. Aber noch sträubt sich der sprintschnelle Eintrachtspieler gegen diese Rolle. Er taucht lieber aus dem Mittelfeld heraus vorne auf, weil er dabei nicht so hautnah markiert wird.

Dazu bestätigte sich in Koblenz die alte Weisheit, wonach Konkurrenz die Leistung hebt. Thomas Parits, der in den letzten Wochen glücklose und deshalb auf die Ersatzbank verdrängte Mittelstürmer, schoss gegen Neuendorf wieder zwei Tore. Eines davon allerdings durch Elfmeter. Am kommenden Samstag wird er beim Freundschaftsspiel in Saarbrücken Gelegenheit haben, vor dem Derby gegen Offenbach, seine aufstrebende Tendenz erneut zu beweisen. (aus dem 'Kicker')

 

 


 

 

5:2! Aber Wienhold verletzt

Schwerer Schlag für die Frankfurter Eintracht. Beim 5:2-Sieg in einem Freundschaftsspiel in Koblenz gegen TuS Neuendorf wurde Torwart Wienhold verletzt. Wienhoild parierte in der 76. Minute einen Elfmeter des Neuendorfer Torwartes Adam. Soyka (Neuendorf) wollte den abgewehrten Ball einschießen und prallte dabei mit Wienhold zusammen. Erste Diagnose: Knieprellung. Für Wienhold ging Vorstopper Kliemann ins Tor, da Dr. Kunter, der bis zur Pause im Tor gestanden hatte, schon umgezogen war. Kliemann verschuldete noch einen Elfer, der zum zweiten Neuendorfer Tor führte. (aus 'Bild')

 

 

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