Standard Lüttich - Eintracht Frankfurt

Freundschaftsspiel 1978/1979

0:1 (0:1)

Termin: 25.07.1978 in Wissen
Zuschauer: 3.200
Schiedsrichter: Hontheimer (Trier)
Tore: 0:1 Ronald Borchers (30.)

 


>> Spielbericht <<

Standard Lüttich Eintracht Frankfurt

  • Preud
  • Poel
  • Cabarbe
  • Garot
  • Renquin
  • Denier
  • Wellens
  • Graf
  • Do Matos
  • Sigurrinsson
  • Riedl

 


 

Wechsel
  • Crucifiy für Preud (46.)
  • Gerets für Renquin (46.)
  • Mareschall für Wellens (46.)
  • Beckers für Graf (68.)
Wechsel
Trainer
  • Robert Waseige
Trainer

 

 

Elsener zu launisch, Borchers gefährlicher

Lorant wieder sehr kampfstark • Eintracht Frankfurt - Standard Lüttich 1:0 (1:0)

Für einen internationalen Vergleich waren die Leistungen im Westerwaldstädtchen Wissen allenfalls befriedigend. Gut besonders deshalb nicht, weil der mehrfache belgische Meister und Tabellendritte der abgelaufenen Saison in Belgiens erster Division die Eintracht nicht optimal forderte. Lüttich spielte lange Zeit drucklos, mehr in die Breite denn steil, und im Zweikampf konnte sich allenfalls der isländische Nationalspieler Sigurrinsson gelegentlich, wenn auch nicht entscheidend, durchsetzen. Bezeichnend war, daß die Lütticher erst nach 42 Minuten zur ersten Torchance kamen. Nach Grabowskis Fehlpaß feuerte der Österreicher Riedl bei freier Bahn den Ball weit am Tor vorbei.

Die Eintracht mühte sich, ohne sich zu quälen, und brauchte einige Anlaufzeit, um einige sehenswerte und vom dankbaren Publikum mit großem Applaus aufgenommenen Aktionen zusammenzubringen. Das hing wieder einmal in erster Linie mit der Leistung von Jürgen Grabowski zusammen, dem in der ersten Viertelstunde mehrfach Fehlpässe unterliefen, der dann aber zum besten Akteur avancierte. Ihre permanente Überlegenheit im Mittelfeld auch in zwingende Torraumaktionen zu verwandeln, glückte der Eintracht erst, als sie sich verstärkt auf ein Spiel über die Außenstürmerpositionen besann, wo Borchers und Elsener bei entsprechendem Raum oft ihre Gegenspieler leicht überliefen. Die knappe Pausenführung der Eintracht schmeichelte den Belgiern, auch wenn ihr Torwart Preud über zu viel Arbeit nicht zu klagen hatte.

In der Chancenauswertung zeigte die Eintracht noch viele Schwachpunkte und dann klärten für Preud gleich zweimal seine Vorderleute auf der Torlinie, so in der 10. Minute, als nach Grabowski-Vorarbeit Lorants Schuß im Gewirr der Abwehrspieler abprallte, und in der 26. Minute bei einem Borchers-Kopfball. Borchers war der wirkungsvollste Mann im Angriffszentrum und ihm gelang auch nach einer halben Stunde das Führungstor. Geschickt und doch glücklich, denn zweimal schien er schon gestoppt, spielte sich Elsener durch, sein Zuspiel setzte Borchers aus dem Stand mit trockenem Schuß unter die Latte. Borchers wartete dazu noch mit mehreren spektakulären Kopfbällen auf und war hinter Grabowski der auffallendste Spieler.

Die beste Kopfballchance freilich vergab völlig freistehend Elsener. Bei dem Schweizer Stürmer wechselten noch oft gute und schlechte Szenen. Eine halbe Stunde lang gut, ging er in der zweiten Halbzeit wieder völlig unter und wurde vorzeitig ausgetauscht. Zuverlässig präsentierte sich dagegen der andere Neuzugang: der bravourös kämpfende Lorant. Kraus und Weidle gehörten noch zu den Aktivposten, die anderen Spieler erfüllten mehr oder weniger ihr Soll, wenn es ein solches bei einem solchen Freundschaftspiel überhaupt gibt.  ('Frankfurter Rundschau' vom 26.07.1978)

 

 

>> Spieldaten <<





© text, artwork & code by fg