Nationalmannschaft Belgien - Eintracht Frankfurt

Freundschaftsspiel 1980/1981

4:2 (1:1)

Termin: 07.10.1980 in Brüssel
Zuschauer: 3.000
Schiedsrichter:
Tore:Tore: 1:0 Vandenbergh (40.), 1:1 Norbert Nachtweih (45.), 2:1 Mommens (60.), 3:1 Vandenbergh (69.), 3:2 Stefan Lottermann (72.), 4:2 Ceulemans (89.)

 

 

>> Spielbericht <<

Nationalmannschaft Belgien Eintracht Frankfurt

 


 

Wechsel
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Trainer
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Ersatztorhüter Funk machte zwei schwere Fehler

Buchmanns Lob für Körbel und Trapp

Nationalelf Belgien - Eintracht Frankfurt 4:2 (1:1)

Zwei schwere Fehler von Torwart Klaus Funk verhinderten am Dienstagabend im Brüsseler Heysel-Stadion einen durchaus möglichen Frankfurter Achtungserfolg gegen die Nationalmannschaft Belgiens. 1:1 stand die Partie vor nur 3000 Zuschauern nach einer Stunde, als der Ersatzkeeper der Eintracht innerhalb von zehn Minuten zweimal danebengriff und damit die belgische Nationalmannschaft auf 3:1 davonziehen ließ. Zunächst ließ Funk einen Freistoß von Mommens durch die _Hände ins Tor rutschen und wenig später berechnete er eine Flanke des gleichen Spielers so falsch, daß Mittelstürmer Vandenbergh keine Mühe hatte, ins leere Tor zu köpfen.

Nachdem Nachtweih kurz vor der Halbzeit mit einem Flugkopfball nach Vorlage von Borchers der Ausgleich gelungen war, glückte Lottermann in der 72. Minute der Anschlußtreffer zum 2:3, ehe Ceulemans eine Minute vor dem Abpfiff den 4:2-Endstand herstellte. Während die Belgier von einer gelungenen Generalprobe im Hinblick auf ihr WM-Qualifikationsspiel gegen Irland sprachen, war auch Frankfurts Trainer Buchmann alles in allem nicht unzufrieden: „Spielerisch lief es bei uns ganz gut, nachdem wir anfangs einige Mühe mit der Abseitsfalle gehabt hatten. Körbel hat mir in meiner Mannschaft am besten gefallen; auch Trapp, der den für Österreich spielenden Pezzey vertrat, hinterließ als Außenverteidiger einen guten Eindruck. Funks Fehler kommentierte der Eintracht-Trainer so: „So etwas kann mal passieren, darf aber eigentlich nicht passieren."

Frankfurts Stammtorwart Jürgen Pahl befindet sich seit Sonntag im Lauftraining, konnte aber noch kein Torwart-Training absolvieren. Auch Bernd Nickel, dessen Knie wegen eines Innenbandanrisses in Gips gelegt war, hat die ersten Trainingsrunden hinter sich. „Ich hoffe, daß er in zwei bis drei Wochen ebenso wie Karger wieder voll einsatzfähig ist, dann hätten wir endlich wieder die Mannschaft zusammen, mit der wir in die Saison gestartet sind und von der wir uns so viel versprochen haben", drückt Trainer Buchmann seine Erwartungen aus.

 

 


 

 

2:4 - Eintracht hielt in Belgien mit

Torschützen: Nachtweih und Lottermann

Zwei Fehler von Torwart Klaus Funk verpatzten der Frankfurter Eintracht ein mögliches Remis gegen die belgische Fußball-Nationalmannschaft So unterlagen die Riederwälder im Heysel-Stadion zu Brüssel 2:4 (1:1).

Mit dem 1:1 zur Halbzeit waren die Frankfurter eigentlich gut bedient. Die besseren Möglichkeiten nämlich hatten die Belgier. So in der 38. Minute, als van Moore eine Ecke hereinzog. Gerretz nahm das Leder volley, doch Eintracht-Keeper Funk reagierte blitzschnell. Oder aber in der 44. Minute, als Koordeckers durch war. Als er Funk „umkurven" wollte, rannte Neuberger heran, und spitzelte ihm das Leder weg.

Die Gäste vom Main hatten dann ihre besten Szenen, wenn die bekannt-berüchtigte Abseitsfalle der Nationalelf einmal nicht klappte. Zweimal war es der junge Lottermann, der davon profitierte. Erst in der 28. Minute, als er alleine auf Torsteher Pfaff lossteuerte, von dem aber vor dem Strafraum gelegt wurde.

Pech hatte er zwei Minuten vor dem Pausenpfiff, als er das Leder über Pfaff, aber auch über den belgischen Kasten bugsierte. Erst Entsetzen, dann aber Erleichterung auf den Rängen. Die schlug schließlich in Jubel um, als in der 40. Minute Mommens von links flankte und van den Berg einköpfte. Vor dem Pausentee aber noch der Ausgleich. Praktisch eine Kopie des Führungsstreffers. Diesmal war es Borchers, der sich auf der rechten Seite durchsetzte. Und gegen Nachtweihs Flugkopfball aus neun Metern war Pfaff machtlos.

Seine beiden „Böcke" schoß Funk innerhalb von zehn Minuten. In der 59. Minute ließ er einen Mommens-Freistoß durch die Hände rutschen. Später dann berechnete er eine Flanke des gleichen Akteurs falsch. Vandenbergh köpfte den Ball ins leere Tor.

Hoffnungen schöpften die Riederwälder noch einmal in der 72. Minute, als Lottermann aus 16 Metern voll abzog und traf. Eine Minute vor dem Abpfiff machte jedoch Keulemans mit dem vierten belgischen Treffer vor knapp 3000 Zuschauern alles klar.

 

 

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