DJK Bad Homburg  - Eintracht Frankfurt

Freundschaftsspiel 1989/1990

0:13 (0:4)

Termin: 19.07.1989
Zuschauer: 1.300
Schiedsrichter:
Tore: Uwe Bein (4), Ralf Falkenmayer (3), Jörn Andersen (2), Janusz Turowski, Michael Klein (2), Thomas Lasser

 

 

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DJK Bad Homburg Eintracht Frankfurt

 


 

Wechsel
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Trainer
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Starke Neuzugänge im Mittelfeld

Der Vereinsname ist länger als die Anreise zu diesem Freundschaftsspiel beim A-Ligisten DJK SV Helvetia Bad Homburg-Kirdorf 1920. Bis auf die verletzten Eckstein, Gründel, Weber und Sippel, der sich im Training eine Zerrung eingehandelt hat, schickt Trainer Berger wie angekündigt zunächst seine beste Formation aufs Feld. Dazu gehört auch Peter Hobday, der die neunzig Minuten durchspielt. Der Mittelfeldspieler hat aber nach mehrmonatiger Trainingspause wegen eines Autounfalls konditionell den Anschluss noch nicht ganz gefunden.

Schon bald kann sich die personelle Situation der Eintracht jedoch etwas entspannen. So wird Dieter Eckstein wieder in das Training einsteigen, und nach der sportärztlichen Untersuchung will Neuzugang Ralf Weber, der über Leistenbeschwerden klagt, ab Freitag mit der Mannschaft trainieren. Vom 20-Jährigen, der vor zwei Tagen einen Zweijahresvertrag bei der Eintracht unterschrieben hat und für den geschätzte 350.000 Mark Ablösesumme an den Bieberer Berg geflossen sind, erwartet Eintracht-Coach Berger kurzfristig zumindest noch keine Wunderdinge: "Wenn er sein Talent umsetzt, dann kann er ein wichtiger Spieler für uns werden. Deshalb haben wir ihn geholt."

Wie bei den meisten Spielen gegen unterklassige Gegner üblich, halten sich die Erkenntnisse über die spielerische Qualität der Profis bei dieser Partie gegen die Bad Homburger in Grenzen. Auffällig ist jedoch das Engagement der beiden Linksfüßler Ralf Falkenmayer und Uwe Bein. Die beiden Neuzugänge treiben unermüdlich das Spiel des Erstligisten an, überraschen mit guten Kombinationen und erzielen zusammen sieben Treffer, wobei Bein in der zweiten Halbzeit mit Toren in der 74., 75. und 77. Minute sogar ein lupenreiner Hattrick glückt. Vor allem in der letzten halben Stunde kommen die 1300 Zuschauer in Bad Homburg auf ihre Kosten, in der die Frankfurter Profis sieben Tore schießen.

Überraschend allerdings auch, aus welch günstigen Positionen Bundesligaspieler immer noch am Tor vorbeischießen können. Besonders hebt sich hierbei Turowski hervor, der einen schwachen Eindruck hinterlässt, allerdings aufgrund der Ausfälle von Eckstein und Sippel derzeit erste Wahl ist. Der "Turbo" versiebt wieder einmal zahlreiche Chancen und spielt nach dem Motto "immer den Kopf nach unten, kein Blick für die Mitspieler". Turowski hat hierfür eine ganz eigene Erklärung: "Die kurze Pause, die harte Vorbereitung, noch nicht das alte Selbstvertrauen - irgendwie hab' ich im Kopf eine Bremse."

Vor allem von seinem neuen Mittelfeld zeigt sich Trainer Berger angetan: "Dieses Spiel war zwar kein Maßstab, aber es war Werbung für den Fußball. Wir wollten den Zuschauern etwas bieten, denn die kommen vielleicht auch ins Waldstadion. Bein und Falkenmayer haben stark gespielt." (fgo)

 

 

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