Der Krieg stoppt den Ligabetrieb |
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| 1914 |
Mit der Kriegserklärung an Russland am 1. August wird jedoch der gesamte Spielbetrieb zunächst eingestellt, das für Anfang August geplante Sommerfest abgesagt. Auch die Veröffentlichung der Vereinszeitung wird eingestellt. Stattdessen erscheinen in unregelmäßiger Reihenfolge von Fritz Becker und Michael Pickel herausgegebene Berichte - insgesamt sieben für die Zeit des Ersten Weltkriegs. Ab September 1914 tritt der FFV zu Freundschaftsspielen an, deren Einnahmen für das Rote Kreuz gedacht sind. Viktoria 94 Hanau kann dabei zwei Mal besiegt werden (3:2 und 1:0), gegen den FSV gibt es ein 4:0 zu Hause sowie ein 0:0 in Bornheim. Auch in weiteren Spielen bleibt man größtenteils erfolgreich. So werden Amicitia Bockenheim (4:1), der FV Neu Isenburg (3:0) und Alemannia Griesheim (8:1) auf dem Roseggerplatz besiegt, lediglich beim Rückspiel gegen Amicitia in Bockenheim gibt es eine Niederlage.
In den Hintergrund treten die sportlichen Erfolge durch die Meldungen über die ersten Kriegstoten. So sterben bereits 1914 aus der ersten Mannschaft Alois Braun und Karl Pickel. Immer mehr aktive Vereinsmitglieder des FFV werden nun zum Militär eingezogen. Für das erste Kriegsjahr verzeichnet die amtliche Statistik allein 35 gefallene Soldaten im Alter von 19 bis 26, die Mitglied beim FFV waren. Stellt der FFV im Januar 1915 noch vier Mannschaften, so sind es im April des Jahres nur noch zwei. Von der ersten Mannschaft der Vorsaison sind nur noch Emil Schneider und Fritz Becker aktiv. Dennoch kommt es zu weiteren Freundschaftsspielen, meist zugunsten wohltätiger Einrichtungen. So tritt die erste Mannschaft unter anderem gegen Britannia Frankfurt (6:0 und 2:2), Helvetia Bockenheim (5:1) und Borussia Frankfurt (8:1) an. Bis in den Juni 1915 hinein finden weitere Freundschaftsspiele statt, deren Ergebnisse größtenteils nicht dokumentiert sind und die laut der vom FFV herausgegebenen und 1919 erschienenen Broschüre 'Kriegsjahre und Zukunft' "... auf unserem Platze immer erfolgreich, aber auf fremden Boden manche Schlappe hinnehmend" abgeschlossen werden.
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© text by fg