Eintracht Frankfurt - Wuppertaler SV

Bundesliga 1973/1974 - 30. Spieltag

1:0 (1:0)

Termin: Sa 20.04.1974, 15:30 Uhr
Zuschauer: 12.000
Schiedsrichter: Dietrich Basedow (Hamburg)
Tore: 1:0 Bernd Nickel (36.)

 

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Eintracht Frankfurt Wuppertaler SV

 


  • Ulrich Gelhard
  • Willi Neuberger
  • Manfred Reichert
  • Emil Meisen
  • Jürgen Kohle
  • Gustav Jung
  • Erich Miß
  • Günter Pröpper
  • Theodor Homann
  • Herbert Stöckl
  • Heinz-Dieter Lömm

 

Wechsel Wechsel
Trainer Trainer
  • Horst Buhtz

 

 

Aufhören!

Wenn eine Saison vorüber ist und es der Spielplan nicht merkt

Im Länderspiel gegen Ungarn in Dortmund scheint Franz Beckenbauer mit seinen Gedanken woanders zu sein. Woanders sollte er heute Abend auch sein, denn hätte ein anderer Spieler als "Kaiser Franz" zuvor derart schwere Vorwürfe ("Diebe und Verbrecher") gegen Schiedsrichter und DFB erhoben, wäre er wohl kaum für ein Länderspiel nominiert und aufgestellt worden. Im Gegenteil, ein anderer hätte stattdessen trotz einer späten Entschuldigung stattdessen mit einer empfindlichen Strafe rechnen müssen. Doch dem nach der Pokalniederlage in Frankfurt verbal entgleisten Mannschaftsführer von Bayern München und der DFB-Auswahl sieht man wenige Wochen vor der WM im eigenen Land offensichtlich einiges nach, selbst unhaltbare Vorwürfe gegen Nationalmannschaftskollegen. Zwei von ihnen hat Beckenbauer nämlich das Schinden von Elfmetern unterstellt: "Der Grabowski und der Hölzenbein sind doch auf so etwas spezialisiert, jedes Mal fallen die Schiedsrichter auf sie herein."


Grabowskis Elfmeter
gegen Ungarn

Im Gegensatz zum indisponierten Beckenbauer, der wie zum Trotz nur das Allernötigste und sich zudem einige böse Schnitzer leistet, die zum Glück von seinen Nebenleuten ausgebügelt werden können, sind die von ihm verunglimpften Frankfurter glänzend aufgelegt. Grabowski unterläuft jedoch dasselbe Missgeschick wie fünf Tage zuvor im Pokalspiel gegen die Bayern: Er verschießt einen Strafstoß. In der 62. Minute ist Gerd Müller im Strafraum gefoult worden, doch Grabowskis mehr geschoben als geschossener Ball ist eine dankbare Beute für den ungarischen Keeper Meszaros. Acht Minuten zuvor war Grabowski noch an der Entstehung des 2:0 durch Hölzenbein beteiligt – dem ersten Länderspieltor seines Vereinskameraden. Nach einem Doppelpass zwischen Müller und Hoeneß war der Ball zu Grabowski gekommen, dessen Schuss zur Ecke abgelenkt werden konnte. Bonhofs folgenden Eckball auf den Elfmeterpunkt köpfte Hölzenbein ein. Und auch am 4:0 in der 74. Minute sind die beiden Eintrachtspieler beteiligt: Berti Vogts ist durch, doch der Ball wird ihm in die Hacken gespielt. Vogts resigniert, doch da erkämpft sich Hölzenbein den Ball, spielt zu Grabowski, der weiter zu Müller leitet und aus zehn Metern schießt der "Bomber" ein. Müller sorgt drei Minuten vor dem Ende auch für den 5:0-Endstand.

Als Entdeckung des Spiels wird aber Hölzenbein gefeiert, der erst in der 46. Minute für den Gladbacher Wimmer eingewechselt wurde. Nach zwei Einsätzen über etwas mehr als 20 Minuten gegen Österreich und Spanien im letzten Jahr nutzte "Holz" die erste richtige Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Bundestrainer Schön hatte ihm vor der Partie eine Halbzeit versprochen. "Da dachte ich mir: diese 45 Minuten bekommst du so schnell nicht wieder. Jetzt oder nie! Ich bin gleich losgerannt wie ein Verrückter", berichtet Hölzenbein, der seine Chancen in der Nationalelf dennoch weiter realistisch einschätzt: "Wenn Netzer oder Overath zurückkommen, werde ich wieder auf der Bank sitzen."

Während Hölzenbeins Chancen, bei der WM im Sommer dabei zu sein, durch seine Leistung gegen die Ungarn sprunghaft gestiegen sind, hat die Eintracht ihre Titelchancen spätestens mit der Niederlage beim Neuling und Tabellenletzten Fortuna Köln verspielt. Mit der Niederlage beim Tabellenzehnten, der Berliner Hertha, am letzten Spieltag rutschten die Hessen zudem wieder von Rang 3 auf 4 ab. Das kümmert in Frankfurt jedoch kaum jemanden, nachdem man die Bayern vor einer Woche im Halbfinale des DFB-Pokals in einer hochspannenden Partie hat bezwingen können. Den ersten Pokalsieg der Eintracht kann nun nur noch der Finalgegner, der Hamburger Sportverein, verhindern, der im Halbfinale Kickers Offenbach durch einen unberechtigten Elfmeter auf den Platz des Beobachters verwies.

Schade ist allerdings, dass das Pokalfinale wegen der Weltmeisterschaft erst in der neuen Saison ausgetragen wird. So kann einer der besten Frankfurter Spieler, der mithalf zum zweiten Mal nach 1964 das Endspiel zu erreichen, im Finale nicht mit von der Partie sein, weil er in der neuen Saison nach Berlin zurückkehrt und die Farben der Hertha tragen wird: Uwe Kliemann. Schade ist auch, dass zum Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten Wuppertaler lediglich 12.000 Zuschauer gekommen sind. Die breiten, grauen und leeren Betonfelder im weiten Rund sind kein schönes Bild. Vielleicht nimmt das Frankfurter Publikum die Wuppertaler als Gegner auch nicht ernst: Die letzten sieben Auswärtsspiele hat die Elf von Trainer Buhtz allesamt verloren und neben diesen 0:14 Punkten ist der WSV auch seit 310 Minuten ohne Torerfolg.

Dietrich Weise, der heute wegen einer Dienstreise von seinem Assistenten Stinka vertreten wird, hat sich jedoch selbst gegen diesen scheinbar leichten Gegner etwas einfallen lassen und verändert sein Team gegenüber dem letzten Ligaspiel auf vier Positionen: Für Roland Weidle rückt der zweifache Torschütze im Heimspiel gegen Essen, Bernd Nickel, in die erste Elf und für Helmut Müller kehrt Peter Reichel in die Anfangsformation zurück; beide standen allerdings auch schon im Pokalspiel gegen München in der Startelf. Außerdem ersetzt im Sturm Raimund Krauth den gegen die Bayern abermals enttäuschenden Thomas Parits. Günter Wienhold, der wegen der Nervenbelastung vor der Geburt seines ersten Sohnes vor dem Spiel in Gladbach freiwillig ins zweite Glied gerückt war, kehrt nach sechs Pflichtspielen ins Tor zurück. Die Eintracht läuft also in folgender Formation auf: im Tor Wienhold, in der Abwehr mit Trinklein, Kliemann sowie den beiden Außenverteidigern Reichel und Kalb, im Mittelfeld mit Körbel, Grabowski und Nickel sowie im Sturm Rohrbach, Hölzenbein und Krauth.

Die Daheimgebliebenen verpassen nicht viel, die Wuppertaler spielen gleich von Anfang an mit zwei Liberos. Auch Stöckl, der die Nummer 10 trägt, bezieht sofort hinter der eigenen Abwehrkette Stellung. Vorn bleiben nur Pröpper und Jung, doch auch die ziehen sich immer wieder hinter die Mittellinie zurück. So kommt es, dass sich - obwohl die Eintracht von Beginn an, um einen schnellen Treffer bemüht ist - kein ansehnliches Spiel entwickelt. Zu sehr ist die Taktik der Gäste darauf ausgelegt, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. So ist denn die Aufforderung der Zuschauer "Eintracht, aufwachen!" an den falschen Adressaten gerichtet: Den "Schlafwagenfußball" bieten die Gäste. Die Eintracht begeht zwar den Fehler, sich auf dieses Spiel einzulassen und somit in das Schlafwagenabteil einzusteigen, aber mangelndes Engagement kann man der Elf nicht vorwerfen. Allein – der Ball will wieder einmal nichts ins Tor.


Krauth, Rohrbach, Gelhard

In der 34. Minute kommt dann auch der Gast durch Pröpper zu seiner ersten Chance, doch er schießt weit am Tor vorbei. Eintracht-Torwart Wienhold bleibt weiterhin beschäftigungslos. Zwei Minuten später ist es aber auf der Gegenseite endlich soweit, wenn auch mit tatkräftiger Unterstützung des sonst überzeugenden Gästekeepers Gelhard: Krauth ist auf den Flügel ausgewichen und schlägt eine Flanke vor das Tor von Gelhard, der den Ball aber nur mit einer Hand erreicht; dankbarer Abnehmer ist Bernd Nickel, der das Leder mit dem Kopf zur verdienten Frankfurter Führung einnetzt. Assistenztrainer Dieter Stinka ärgert sich dennoch zur Halbzeit: "Wir haben nicht genug Tempo gemacht, sondern uns die langsame Gangart der Wuppertaler aufdrängen lassen."

Körbel, am kommenden Mittwochabend wieder hart gefordert durch das UEFA-Turnier der Amateurnationalmannschaften in Jugoslawien, macht nach der Pause Weidle Platz. Der Schwabe ist allerdings nicht mehr der unermüdliche Rackerer der ersten Monate. Verständlich eigentlich, dass nach der langen Saison, die mit erheblichen Kraftanstrengungen seitens der Eintracht verbunden war, nicht nur bei Weidle, sondern auch aus dem Spiel die Luft ein wenig heraus ist. Die Eintracht hat über weite Strecken dieser Runde an ihrem oberen Limit gespielt, zudem ist die Spannung nach dem Finaleinzug und der verpassten Meisterschaftschance aus der Punktrunde ein wenig heraus.

Die Zuschauer interessiert das alles wenig; sie sind unzufrieden und machen ihren Unmut angesichts der sich mehrenden Fehlpässe der eigenen Elf lautstark Luft: "Aufhören!" Wie schnell die Menschen vergessen - selbst bei etwas, bei dem einige eine so enge Verbundenheit vorgeben. Zur Erinnerung: Die Eintracht stand bisher am Ende einer Bundesligasaison nur einmal auf Platz drei (63/64) und einmal auf Platz vier (66/67), sonst immer schlechter. In den letzten fünf Jahren war das Mittelmaß die Heimat der Eintracht, drei 8., ein 5. und ein 15. Platz, der gerade noch so für den Klassenerhalt reichte, waren die Ausbeute. Nun stehen die Hessen auf Platz vier, Platz drei ist noch möglich und außerdem wurde das Pokalfinale nach einem verdienten Sieg über den Deutschen Meister erreicht – doch die Fans sind unzufrieden, fordern das vorzeitige Ende des Spiels und pfeifen.

Ob die Gäste den wachsenden Unmut der Zuschauer wohl als Signal werten, ihre Zurückhaltung etwas aufzugeben? Auf alle Fälle werden die Wuppertaler - nachdem man sich bis hierhin auf wenige Konter beschränkt hat - mit ihrem Zweimannsturm Jung und Pröpper nun eine Spur offensiver. Gustl Jung, dem ehemaligen Stürmer von Bayern München, sind in dieser Spielzeit aber nur fünf Tore gelungen und heute schaut es nicht danach aus, als würde ihm das sechste gelingen. Dagegen hat der etatmäßige Goalgetter der Wuppertaler, Günter Pröpper, in der 70. Minute Pech: Sein Kopfball tanzt auf der Latte, doch in den Kasten geht das Leder nicht. Das wäre bereits sein 17. Saisontreffer gewesen.


Krauth scheitert an Gelhard

Bei der Eintracht macht Wienhold insgesamt einen konzentrierten Eindruck, läuft aber ein- oder zweimal nicht entschlossen aus dem Tor heraus. Reichel ist wie Wienhold in der Abwehr unterfordert, er leistet sich jedoch im Aufbauspiel den einen oder anderen Fehlpass. Dieser Drang nach vorne fehlt Kalb gänzlich, während Trinkleins Spiel wieder einmal nicht ohne Schnitzer bleibt. Kliemann hat Pröpper im Großen und Ganzen ordentlich im Griff, in der Offensive jedoch kein Glück mit seinen Schüssen. Grabowski ist der überragende Spielmacher, stürmt links wie rechts und holt oft verlorene Bälle zurück. Hölzenbein behindert dagegen seine Leistenzerrung, so dass er nur in der ersten Halbzeit dazu kommt, seine Sonderklasse zu zeigen. Auch der recht eindrucksvoll spielende Nickel lässt nach einer guten Stunde nach. Im Sturm kämpft Rohrbach glücklos, während Krauth kraftvoll und eifrig agiert, die fehlende Spielpraxis ist ihm jedoch anzumerken.

Während Rohrbach in der 78. Minute wegen einer Prellung dem jungen Kraus weichen muss, hofft Willi Neuberger weiter auf ein Tor. Die letzten beiden Treffer des Ex-Nationalspielers, der vor fünf Tagen seinen 28. Geburtstag gefeiert hat, waren zwar nicht Gold, aber immerhin Punkte wert: Am 27. Spieltag traf er in buchstäblich letzter Sekunde zum 1:1 gegen Schalke und am letzten Spieltag gegen Hannover in der 84. Minute zum 2:1-Siegtreffer. Es ist dem Verteidiger Neuberger deutlich anzumerken, dass er gedenkt, sich heute ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk zu machen. Immer wieder stürmt er nach vorne und Wienhold muss mehr als einmal auf Tauchstation gehen, um Neubergers Grüße Richtung des Frankfurter Tores zu fischen, bevor sie vom Netz eingefangen werden. Am Ende bleibt Neuberger – zum Glück für die Gastgeber - das nachträgliche Geburtstagsgeschenk und damit sein vierter Saisontreffer verwehrt. Den Schlusspfiff von Schiedsrichter Basedow begleiten Zuschauer mit einem eigenen Pfeifkonzert, so dass die "Pfeifen" unter sich bleiben.

"Wir haben beide Punkte, das ist wichtig", sagt Stinka, während sich Wuppertals Trainer Buhtz mit einer originellen Begründung gegen den Vorwurf verteidigt, er habe seiner Elf eine "Spiel langsam"-Taktik verordnet: "Wir können gar nicht schneller spielen." Ernst Berger, der Vizepräsident der Eintracht, zieht ein ebenso gelungenes wie kurzes Fazit: "Dass wir 1:0 gewonnen haben, war das Beste an dem Spiel." Das Beste an dieser Saison ist angesichts der hohen Erwartungen an eine müde Eintrachtelf, dass nur noch vier Spieltage zu absolvieren sind. Frankfurt bleibt auf dem vierten Rang, Wuppertal auf dem 15 und damit weiter im Abstiegskampf. Da hilft es wenig, dass Willi Neuberger, der beste Wuppertaler am heutigen Tag, im "Kicker" zum vierten Mal in dieser Saison in die "Elf des Tages" berufen wird.

Trainer Weise hat bei seiner Rückkehr aus dem Süden keine Neuverpflichtung in der Tasche, aber das Präsidium der Eintracht vermeldet, dass der Wechsel des Schalkers Beverungen zur Eintracht bevor steht: "Es sind nur die Zahlungsmodalitäten, die noch offenstehen, aber mit Präsident Siebert sicher bald geklärt werden." Überrascht wird der Verwaltungsrat der Frankfurter Eintracht, der sich am Samstag vor dem Spiel gegen Wuppertal mit dem Ausblick und den Maßnahmen für die kommende Saison befasste, von Neuigkeiten aus Berlin, die den Transfer von Uwe Kliemann an die Spree in Frage stellen könnten. Am Freitagabend hat die SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus nämlich die Umwandlung des zum Verkauf stehenden Sportgeländes am Gesundbrunnen in Baugelände abgelehnt und gleichzeitig mit ihrem Antrag die Vertagung der für Montag einberufenen Sitzung des Wirtschaftsausschusses, der sich mit den Änderungen im Flächennutzungsplan beschäftigen sollte, in die Wege geleitet. Hertha BSC kann diese Verzögerung nicht gefallen. Die Hertha ist mit rund sieben Millionen geschätzter Verbindlichkeiten "Schulden-Spitzenreiter" in der Bundesliga und auf die Erlöse durch den Verkauf des der Hertha gehörenden Grundstücks an der "Plumpe" angewiesen. Das wird die erhofften 6,1 Millionen jedoch nur erzielen können, wenn die geplante Umwandlung in Baugelände tatsächlich erfolgt. Nachdem der erste Interessent bereits abgesprungen ist, wird nun die Zeit knapp. Dies um so mehr, als der DFB bis zum 15. Mai "hieb- und stichfeste Unterlagen" über die finanzielle Lage durch den Hertha-Präsidenten Heinz Warneke verlangt, andernfalls könnte die Erteilung einer neuen Lizenz für die nächste Saison scheitern. Damit aber würde auch der Kliemann-Transfer platzen, was Eintracht-Schatzmeister Jakobi, der am Sonntag über die veränderte Situation informiert wird, auf den Plan ruft, obwohl die Ablösesumme für Uwe Kliemann durch einen oder mehrere Mäzene aufgebracht werden soll: "Da muss ich morgen gleich mal Warneke anrufen."

"Ich fühle mich im Frankfurt sauwohl. Kameradschaft und Erfolg können nicht besser sein. Aber ich habe der Hertha mein Wort gegeben. Und das halte ich. Mein Wunsch? Mein sportlicher Ehrgeiz? Ich werde alles tun, um mit der Hertha die gleichen Erfolge wie in Frankfurt zu feiern", erzählt derweil Kliemann dem "Kicker" im Interview und beurteilt die Aussichten der Eintracht für das DFB-Pokalfinale, das wegen seines Wechsels ohne ihn stattfinden wird, als "ausgesprochen gut. Aus der spielenden Eintrachtelf ist eine kämpfende Mannschaft geworden. Das gab auch den Ausschlag gegen Bayern. Im Finale wird vielleicht Reimann den HSV-Angriff verstärken. Doch das spielt keine Rolle. Den wird dann Körbel als Vorstopper packen. Mehr fürchte ich schon den Schorsch Volkert. Der hat uns beim 4:2 des HSV in Frankfurt schwer zu schaffen gemacht." Die Bemerkung, dass "die Eintracht stets als ein Team ohne Stars bezeichnet wird", weist Kliemann deutlich zurück: "Keine Stars? Sind denn Grabowski und Hölzenbein nichts? Und dann unsere beiden Torhüter. Kein Club in Deutschland besitzt zwei so gleichwertige, hervorragende Torhüter. Die Eintracht ist in den letzten zwei Jahren mächtig gewachsen. Dennoch mag es zutreffen, dass uns die mannschaftliche Geschlossenheit besonders auszeichnet." "Der deutsche Trainernachwuchs muss aus solchem Holz wie Weise geschnitzt sein", fordert Kliemann außerdem und beschreibt die Vorzüge des zurückhaltenden Fußballlehrers: "Unser Trainer kommt uns als Kamerad, als väterlicher Freund entgegen. Dieser vorbildliche Typ passt ideal zur Eintracht. Die Eintracht-Mannschaft setzt sich aus sehr unterschiedlichen Individuen zusammen. Weise versteht es meisterhaft, alle unter einen Hut zu bringen und auf ein Ziel auszurichten. Die Eintracht hat mit Weise das große Los gezogen." (rs)


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