Personalmangel und Transportprobleme

1941
1942

Insbesondere der Mangel an spielendem Personal, aber auch der Abgang des Trainers Peter Szabo, der nun den FSV anleitet, machen es schwierig, das sportliche Ziel - die Qualifikation für die geplante Gauliga - zu erreichen. Diesen Problemen begegnet man durch den verstärkten Einsatz von Gastspielern sowie die Reaktivierung von Spielern wie Hermann Lindemann, Hans Stubb und Theodor Trumpler. Den vakanten Posten eines Übungsleiters am Riederwald übernimmt Willi 'Etsche' Lindner als Spielertrainer.


Adam Schmitt überwindet FSV-Torhüter Volker
(FSV Frankfurt - Eintracht 2:1)

Vor dem Start in die Saison der Bereichsklasse Hessen-Nassau, Gruppe 1, findet am 26. Juli trotz der an den drei Tagen zuvor auf Frankfurt geflogenen Nachtangriffe der Alliierten ein Freundschaftsspiel gegen den deutschen Vizemeister FC Schalke 04 statt. Vor 6.000 Zuschauern erreicht die Eintracht, bei der Alfons Moog erneut ein kurzes Gastspiel gibt, dabei ein 1:1.


(aus dem 'Kicker' vom 03.02.1942)

Die Punktrunde beginnt für die Riederwälder vielversprechend. Fünf Siege in den ersten fünf Spielen lassen die Hoffnung aufkommen, das folgende Gastspiel bei dem ebenfalls mit 10:0 Punkten in den Ligabetrieb gestarteten OFC erfolgreich zu bestehen. Doch der Personalmangel macht der Eintracht einen Strich durch die Rechnung: Man muss auf die Stammkräfte Lindner, Stefan Hemmerich, Wirsching, Wiegand sowie Albrecht Bechtold verzichten und verliert sang- und klanglos mit 1:6.

In den folgenden beiden Heimspielen hält man sich schadlos und tankt durch hohe Siege gegen den TSV 1860 Hanau (9:1) und den SV Wetzlar 05 (11:0) Selbstvertrauen, ehe die Runde Anfang Februar 1942 vorübergehend ausgesetzt wird, da Reisen zu Sportveranstaltungen nur noch bis zu maximal 50 Kilometern Entfernung erlaubt sind. Hintergrund ist der Bedarf an Transportmitteln für den Stellungskrieg an der Ostfront.

Im März gibt es ein Wiedersehen mit Peter Szabo, der nun das Gemeinschaftstraining aller Frankfurter Vereine leitet. Als die Punktrunde Ende März fortgesetzt wird, gelingt der Eintracht nur noch ein Sieg in den verbleibenden drei Spielen. So wird die Spielzeit 41/42 in der Bereichsklasse mit 17:7 Punkten als Zweitplatzierter von insgesamt sieben Mannschaften abgeschlossen, was die Qualifikation für die eingleisige Gauliga der nächsten Saison bedeutet.

Ab Ende April 1942 stehen dann die Spiele im Tschammer-Pokal auf Gauebene an. In fünf Partien erringt die Eintracht dabei vier Siege und wird einmal zum Sieger erklärt, da der Gegner Union Niederrad nicht genügend Spieler für eine Mannschaft aufbieten kann. Damit hat man sich für die Schlussrunde des Pokalwettbewerbs qualifiziert, die zum Anfang der nächsten Spielzeit ausgetragen wird.

 

 

 
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© text by fg