Aufstellungssorgen und Abstiegsnöte |
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| 1942 |
Nicht erst jetzt zeichnet sich bei der Eintracht ein Problem ab, das sie mit vielen anderen Vereinen teilt: Ihr gehen die Spieler aus, die Aufstellungssorgen werden immer größer. Vereinsobmann Willi Balles, der mangels eines Trainers zu dieser Zeit die Mannschaft aufstellt, muss immer wieder neue Spieler integrieren. So tauchen insgesamt fast 50 unterschiedliche Namen in den Berichten über die Spiele der Eintracht in dieser Saison auf, darunter mit de Jonge und Augustinus zwei niederländische Gastspieler aus Haarlem.
Am 27. September 1942 beginnen die Ligaspiele um die Kriegsmeisterschaft der Gauliga Hessen-Nassau mit insgesamt zehn Mannschaften. In den ersten sechs Spielen gelingt der Eintracht dabei mit dem 3:2 gegen den SV Darmstadt 98 nur ein Sieg. Am 27. Dezember 1942 debütiert beim Spiel um den Kriegserinnerungspreis gegen den FSV (1:4), der 16-jährige Adolf Bechtold. Zwei Wochen später tritt der spätere Ehrenspielführer, der in seiner Laufbahn mehr als 700 Spiele in der ersten Mannschaft der SGE absolvieren wird, zu seinem ersten Ligaspiel an (Eintracht gegen Reichsbahn Wormatia Worms 2:4).
Nach dem nächsten Spieltag, der eine 0:1-Niederlage beim Gauliga-Letzten SV Darmstadt 98 bringt, rückt das Tabellenende bedrohlich nahe: Punktgleich mit Union Niederrad und der Wormatia rangieren die Riederwälder nur einen Punkt vor den Schlusslichtern aus Rüsselsheim und Darmstadt. Durch drei Siege und ein Unentschieden in den letzten fünf Ligaspielen kann die Klasse dann letztlich aber doch gehalten werden. Durch den Sieg im letzten Spiel gegen den VfL Neu-Isenburg (3:1) erreicht man mit 16:20 Punkten sogar noch den fünften Rang und damit die beste Platzierung der gesamten Runde. Nach Abschluss der Liga steht die Hauptrunde auf Gauebene im Tschammer-Pokal an. Über die TSG Bensheim (14:0), den FSV Schierstein (4:2), Hanau 93 (3:2), Darmstadt 98 (5:2) und die SpVgg Weisenau (7:2) schafft es die Eintracht in diesem Wettbewerb bis ins Endspiel, muss sich aber Kickers Offenbach mit 1:2 geschlagen geben. In diesem Spiel werden die Personalnöte der Eintracht nochmals überdeutlich: Werner Heilig, eigentlich im Mittelfeld zuhause, muss zunächst das Tor hüten, da von den fünf bislang in dieser Spielzeit eingesetzten Schlussmännern keiner verfügbar ist. Zur zweiten Halbzeit wechselt er dann für den verletzten Werner Feth auf die zentrale Läuferposition. Die Position im Kasten nimmt dafür der linke Verteidiger Hans Stubb ein - und hält sogar einen Elfmeter.
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© text by fg