Dritter in der Mammutliga |
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| 1946 |
Auf einen Deutschen Meister müssen Fußballfans
auch in dieser Spielzeit verzichten: Eine deutsche Fußballmeisterschaft
wird ebenso wie in der Vorsaison nicht ausgespielt. Dafür können
sie bereits vor der Oberliga-Saison Wettspiele besuchen, denn Ende Juli
startet der 'Groß-Hessische Pokal'. Gegen die regionalen Gegner
Viktoria Eckenheim, SG Heldenbergen, SG Kriftel, SpVgg Neu-Isenburg, Borussia
Fulda und die SG Mainflingen kann sich die Eintracht durchsetzen, um letztlich
im Endspiel Rot-Weiß Frankfurt mit 3:2 zu besiegen.
Personell verstärkt geht die Eintracht anschließend in die Oberligasaison 46/47 mit einem durch vier Aufsteiger bei dem Verzicht auf Absteiger aufgeplustertem Teilnehmerfeld mit 20 Vereinen. So trägt Willi 'Scheppe' Kraus, der Vater von Wolfgang Kraus, jetzt das Trikot mit dem Adler, neu dabei sind zudem Heinz Baas und Heinrich Gärtner. Edmund Adamkiewicz, der bereits 1939 ein Gastspiel bei den Riederwäldern gab, kehrt im Laufe der Saison zur Eintracht zurück und im Dezember wechselt zudem Toni Turek, der spätere Weltmeister von 1954, vom TuS Duisburg 28/99 an den Main. Veränderungen gibt es auch in Sachen Heimspielstätte. Da die Anlage an der Roseggerstraße höchstens 8.000 Zuschauern Platz bietet, trägt die Eintracht ihre Oberliga-Spiele am notdürftig wieder instandgesetzten Bornheimer Hang oder, wenn hohe Besucherzahlen erwartet werden, im von den Amerikanern beschlagnahmten und in 'Victory Stadium' umbenannten Waldstadion aus. So wechselt man am 1. Dezember 1946 zum Spitzenspiel des 10. Spieltags gegen Tabellenführer 1. FC Nürnberg erstmals nach dem Krieg ins Stadion. 35.000 Zuschauer erleben dort ein 1:1. Zu diesem Zeitpunkt hat sich die Eintracht mit 12:8 Punkten bereits im oberen Tabellendrittel festgesetzt. Zwar gibt es einige herbe Niederlagen wie ein 2:7 beim VfB Stuttgart oder ein 0:4 beim FC Bamberg. Häufiger verlassen die Adlerträger aber als Sieger den Platz und können dabei reichlich Tore erzielen wie beim 5:1 gegen den BC Augsburg, dem 6:1 gegen Phönix Karlsruhe oder dem 5:0-Auswärtssieg beim TSV 1860 München. Zu Saisonende weist man zwar 16 Punkte Rückstand auf den überlegenen Süddeutschen Meister aus Nürnberg auf, belegt aber mit 46:30 Punkten bei 72:50 Toren einen hervorragenden dritten Platz. Maßgeblich daran beteiligt: die beiden Torjäger Wirsching und Adamkiewicz mit 18 beziehungsweise 15 Toren. Mangels Austragung einer Deutschen Meisterschaft werden im Anschluss an die Meisterschaftsrunde Vergleichsspiele zwischen den führenden Mannschaften der Militärzonen ausgetragen. So reist die Eintracht nach Bremen zu Werder (0:3) und empfängt am 13. Juli 1947 zum 'Tag der Eintracht' den 1. FC Kaiserslautern. Im Stadion vor 40.000 Zuschauern wird der Meister der französischen Zone mit 4:3 durch Tore von Baas (2), Wirsching und Heilig geschlagen.
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© text by fg