Mittendrin statt vorne dabei |
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| 1947 |
Bei den Abgängen wiegt der Verlust von Adamkiewicz am schwersten, der nach Albert Wirsching (18) in der letzten Spielzeit mit 15 Toren zweitbester Torschütze war und zurück zum Hamburger SV wechselt. Mit Csakany verlässt ein weiterer Stammspieler den Verein, und auch Eigengewächs Alfred 'Bubi' Kraus wechselt nach langen Jahren bei der Eintracht zur SpVgg Langenselbold. Der dritte Platz in der Liga 1946/47 weckt bei der Eintracht insgeheim hohe Ansprüche, zumal sich Meister und Vizemeister der mit 20 Vereinen bestückten Oberliga Süd für die erstmals nach Ende des 2. Weltkriegs ausgetragene Endrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft qualifizieren. Aber schon früh zeigt sich, dass die Mannschaft des im Juni '47 installierten Cheftrainer Willi Treml die Erwartungen nicht erfüllen kann. Nach einem Fehlstart, der kurzzeitig sogar auf den letzten Tabellenplatz führt, fangen sich die Adler zwar, schaffen es aber nicht in die oberen Tabellengefilde.
Im Februar 1948 übernimmt der ehemalige Eintrachtspieler Bernhard Kellerhoff das Amt des Übungsleiters – aber auch dieser Trainerwechsel ändert nichts am fußballerischen Mittelmaß. Vom zehnten Spieltag an pendelt die Eintracht fast durchgängig zwischen den Plätzen 8 und 11. Die Heimspiele trägt die Eintracht übrigens als Gast am Bornheimer Hang aus. Nur für insgesamt vier Spiele, bei denen ein großes Zuschauerinteresse erwartet wird, wechselt man ins Frankfurter Stadion – wo unter anderem 40.000 Zuschauer das 0:0 im Derby gegen den FSV sehen. Kurios ist der Termin des letzten Saisonspiels gegen
den alten und neuen Südmeister aus Nürnberg: Eigentlich für
den Tag der Währungsreform am 20. Juni 1948 geplant, schiebt der
Hessische Fußballverband einen Riegel vor und untersagt Spiele für
diesen Tag. Die Durchführung des Spiels an Nachholterminen im Juli
scheitert aufgrund der Teilnahme des Clubs an der Endrunde zur Deutschen
Meisterschaft. Erst am 28. August 1948 kann die Saison dann abgeschlossen
werden: Die Eintracht siegt mit 3:1 gegen den 1. FC Nürnberg, der
es zwischenzeitlich zum Deutschen Meister der Spielzeit 47/48 gebracht
hat, und beendet die Saison auf dem zehnten Rang der Oberliga Süd.
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© text by fg