Illustre Neuzugänge und ein Autounfall |
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| 1978 |
Sportlich läuft zunächst alles rund. Zwar gerät der Start in die 16. Bundesligasaison mit einer 0:4-Klatsche in Schalke gründlich daneben, aber vor allem aufgrund der Heimstärke fängt sich die Eintracht schnell und rangiert nach dem 7. Spieltag punktgleich mit Tabellenführer Bayern München auf dem vierten Platz. Auch im DFB-Pokal hat man die ersten zwei Runden überstanden. Die Freude über den Zweitrundensieg in Bremen (3:2) am 23. September wird allerdings nachhaltig getrübt, als Trainer Otto Knefler auf der Heimfahrt aus der Hansestadt schwer verunglückt. Manager Klug übernimmt interimsweise den Posten des Übungsleiters. Als Anfang Januar '79 klar ist, dass Knefler nicht mehr auf die Trainerbank zurückkehren wird, übernimmt Friedel Rausch das Traineramt bei der SGE.
In die Rückrunde startet die Eintracht als Tabellenvierter mit sechs Punkten Rückstand auf den Tabellenführer aus Kaiserslautern mit einem Sieg gegen Schalke 04 (3:1). In dieser Partie kommt Torhüter Jürgen Pahl zu seinem ersten Bundesligaeinsatz. Pahl hatte im November '76 zusammen mit Norbert Nachtweih die Reise der DDR-Nachwuchsnationalmannschaft in die Türkei genutzt, um sich vom DDR-Kader abzusetzen und in die Bundesrepublik zu flüchten. Beide meldeten sich bei der Eintracht an und konnten sich nach Ablauf einer obligatorischen 14-monatigen Sperre durch die FIFA im Ligakader etablieren. Nachtweih feierte seine Ligapremiere bereits am 28. Spieltag der letzten Saison. Sechs weitere Spiele ohne Niederlage bis Ende März wecken die Hoffnung, in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen zu können. Doch im April '79 können die Adler in fünf Ligaspielen nur einen einzigen Punkt verbuchen und laufen Gefahr, sogar die als Minimalziel definierte Qualifikation für den UEFA-Cup zu verfehlen. Letztendlich fängt sich die Mannschaft aber wieder und kann schließlich mit einem Sieg (2:0) beim MSV Duisburg am letzten Spieltag den fünften Platz und damit die UEFA-Cup-Teilnahme sichern. Drei Tage vor diesem Spiel hatte man im Halbfinale des DFB-Pokals unglücklich bei Hertha BSC (1:2) die Segel streichen müssen.
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© text by fg