Der Adler lernt wieder fliegen |
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| 1989 |
Waldhof Mannheim (3:1), Hamburger SV (1:1), Fortuna Düsseldorf (2:1) und VfL Bochum (4:0) heißen die ersten vier Gegner in der Liga … und nach vier Spielen steht die Eintracht an der Tabellenspitze. Die erste Pflichtspielniederlage gibt es dann im DFB-Pokal gegen Bayern München (0:1). Klaus Augenthaler gelingt es, Uli Stein von der Mittellinie aus mit einem Heber zu überlisten. Anfang September werden drei Ligaspiele in Folge verloren und es scheint, als sei der Höhenflug der Eintracht beendet. Aber die Mannschaft fängt sich wieder und liegt zum Ende der Hinrunde auf dem vierten Platz - mit 22:12 Punkten nur einen Zähler hinter dem punktgleich führenden Trio aus München, Leverkusen und Köln.
Nach dem 2:0 über Fortuna Düsseldorf am 20. Spieltag hat die Mannschaft 27 Punkte und 39 erzielte Treffer auf dem Konto und damit das Saisonergebnis der vorherigen Spielzeit (26 Punkte, 30 erzielte Tore) bereits jetzt übertroffen. Und nach dem 5:1-Heimsieg am 22. Spieltag gegen den VfB Stuttgart hat man sich hautnah an die Tabellenspitze herangepirscht: Sowohl die SGE als auch die Bayern haben 30:14 Punkte, wobei die Eintracht zwar mehr Treffer erzielt hat als der Konkurrent von der Isar, aber die um ein Tor schlechtere Tordifferenz aufweist. Ein echtes Spitzenspiel steht am 25. Spieltag an. Die Eintracht trifft als Tabellenzweiter auf den Führenden in der Meisterschaft aus München und kann bei einem Sieg mit den Münchnern gleichziehen. Wie schon so oft steht die Glücksgöttin auf Seiten der Bayern: Frankfurt bestimmt über weite Strecken das Spiel, der einzigen Treffer im mit 70.000 Zuschauern gefüllten Olympiastadion gelingt aber dem Gegner. Endgültig ausgeträumt sind die unverhofft entstandenen Meisterschaftsträume dann nach dem nächsten Spiel, das eine 0:3-Heimniederlage gegen Leverkusen bringt. Der mittlerweile als Saisonziel ausgegebene UEFA-Cup-Platz gerät während der restlichen Saison aber nie in Gefahr. Am letzten Spieltag gelingt es der Eintracht durch ein 3:1 gegen den 1. FC Köln, mit 41:27 Punkten noch auf den dritten Platz der Abschlusstabelle zu klettern. Die Partie bringt zudem den 569. Bundesligaeinsatz für Karl-Heinz Körbel, der damit Manfred Kaltz als Bundesligarekordspieler ablöst. Grund zum Feiern hat außerdem Jørn Andersen, der nicht nur zusammen mit Körbel, Binz und Stein alle 34 Ligaspiele absolviert hat, sondern auch mit seinen 18 Saisontreffern als erster ausländischer Profi Torschützenkönig der Bundesliga wird. Durch das positive sportliche Abschneiden kann die Eintracht in dieser Saison zudem die Gunst des anspruchsvollen Frankfurter Publikums zurückgewinnen: Mit rund 25.000 Zuschauern pro Heimspiel liegt der Schnitt um 10.000 Besucher höher als noch in der Vorsaison.
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© text by fg