Saison 1963/1964
Mannschaftsbild · Spielübersicht
Bundesligastart und erstmals im Pokalendspiel
Samstag, der 24. August 1963: Die Bundesliga feiert Premiere. Im Frankfurter Waldstadion kommt es an diesem Nachmittag zum Aufeinandertreffen zwischen der Eintracht und dem 1. FC Kaiserslautern. Drei Neuzugänge kann die Eintracht zu diesem Spiel aufbieten: Horst Trimhold, Helmut Kraus und den Österreicher Willi Huberts. Vor 30.000 Zuschauern gehen die Lauterer durch einen Elfmeter in Führung, Schämer gleicht ebenfalls durch Strafstoß zum 1:1-Endergebnis aus. Dieses Spiel bringt für Richard Kress einen bis heute gültigen Rekord: Mit 38 Jahren ist er der älteste Bundesligadebütant aller Zeiten. Nach drei Niederlagen gelingt den Riederwäldern am 5. Spieltag gegen Eintracht Braunschweig der erste Bundesligasieg (3:0). Sechs weitere Siege und ein Unentschieden verschaffen der Eintracht bis zur Winterpause 16:14 Punkte und den 7. Platz. In der Rückrunde drehen die Adler dann auf: Lediglich einer Niederlage stehen fünf Unentschieden und neun Siege gegenüber. Das reicht in dieser ersten Bundesligasaison für den dritten Platz, mit 39:21 Punkten gleichauf mit dem Zweiten, dem Meidericher SV, der den besseren Torquotienten aufweist. Insgesamt hat dieses erste Jahr Bundesliga alle Erwartungen erfüllt – so kann die Eintracht ihren Zuschauerschnitt bei Heimspielen mit 26.500 Besuchern pro Spiel gegenüber der Oberligasaison 62/63 nahezu verdoppeln. Von der guten Form in der Rückrunde profitiert die Eintracht auch im DFB-Pokal, dessen 1. Hauptrunde erst im April 1964 durchgeführt wird. Nach Siegen gegen den VfL Wolfsburg (2:0), Hessen Kassel (6:1), Schalke 04 (2:1) und Hertha BSC (3:1) steht man im Finale, das in Stuttgart stattfindet.
Endspielgegner am 13. Juni ist der TSV 1860 München. Auf der Bank sitzt der Ex-Eintrachtspieler und bisherige Co-Trainer Ivica Horvat, der im April den erkrankten Meistertrainer Paul Osswald abgelöst hat. In der Gluthitze des Neckarstadions präsentiert sich die Eintracht jedoch ungewohnt kraftlos, die Löwen haben wenig Probleme, das Spiel und damit den Pokal mit 2:0 zu gewinnen. Als Grund für die körperlichen Defizite der Spieler wird unter anderem die Impfung der Spieler für die Südafrikareise angesehen, zu der die Eintracht direkt nach dem Endspiel antritt. Sechs Siege in sechs Spielen am Kap können die Enttäuschung über die Finalniederlage etwas lindern. (fgo) |

![]() Egon Loy |
![]() Dieter Stinka |
![]() Friedel Lutz |
![]() Hermann Höfer |
![]() Richard Kress |
![]() Erwin Stein |
![]() Eberhard Schymik |
![]() Wolfgang Solz |
![]() Jürgen Friedrich |
![]() Alfred Horn |
![]() Dieter Lindner |
![]() Ludwig Landerer |
![]() Lothar Schämer |
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Trainer Paul Osswald Ivica Horvat |
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SO HEISS WIRD UM PUNKTE GEKÄMPFT_________________________ Die 16 für die Bundesliga zugelassenen Vereine stellen im Spieljahr 1963/64 die absolute Spitze des deutschen Fußballs dar. Mit ihrer Aufnahme in die höchste Fußballklasse der Bundesrepublik Deutschland wurden sie für ihre Leistungen in der Vergangenheit belohnt. Die Illustrationen auf den folgenden Seiten zeigen spannende Szenen aus Spielen zwischen Vereinen der heutigen Bundesliga: So erbittert wird im deutschen Spitzenfußball jetzt Woche für Woche um die Punkte gekämpft!
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| Die alten
Rivalen Eintracht Frankfurt und Karlsruher SC lieferten sich stets spannende
Spiele. 1959 gewann die Eintracht 4:1. Solz (weißes Trikol) hechtet
in einen Freistoß des damaligen Eintracht-Spielführers Pfalf
(nicht sichtbar) und köpft zur 2:0 Führung ein. Links Termath
(KSC), hinten Stein. |
Mittelläufer Stemmer, eine der Stützen des Süddeutschen Meisters TSV 1860 München, stemmt sich einem massierten Eintracht-Angriff entgegen und köpft den Ball vor Weilbächer und Lutz (beide Eintracht) weg. Aus dem Treffen Eintracht Frankfurt — TSV 1860 München (3:2) 1960 in Frankfurt. | Die Frankfurter Eintracht gewann 1961 ihr Gruppenspiel gegen den Hamburger SV am Riederwald mit 4:2. Durch diesen Treffer von Solz ging die Eintracht mit 3:2 in Führung. Von links nach rechts: Lindner (Eintracht), Schnoor, Werner (HSV), Solz (Eintracht), Wulf, Meinke (HSV), Maier (Eintracht).
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| Ihre Endspielchance
verpaßte die Frankfurter Eintracht 1961 daheim durch eine l:2-Niederlage
gegen Borussia Dortmund. Hier kann Torwart Loy vor seinem Verteidiger
Lutz (gestreiftes Trikot) und dem inzwischen nach Italien abgewanderten
Dortmunder Schütz noch einmal das Schlimmste verhindern. |
Eine rassige Szene aus dem Gruppenspiel Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund 1961 in Frankfurt. Die Borussen gewannen überraschend mit 2:1. Dortmunds tüchtiger Nationaltorwart Kwiatkowski faustet den Ball weg. Er wird bei dieser Aktion von Mittelstürmer Erwin Stein (Eintracht) hart bedrängt. | Um die Wurst ging es nicht nur bei diesem Zweikampf zwischen Weilbächer (Eintracht Frankfurt, links) und Dörfel (Hamburger SV), sondern auch beim Spiel der beiden Vereine in der Endrunde 1961. Die Eintracht gewann das wichtige Treffen in Frankfurt mit 4:2 Toren und wahrte ihre Chance. |
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Sogar auf eigenem
Boden ließ sich die Frankfurter Eintracht 1962 vom 1. FC Köln
in einem Gruppenspiel der Deutschen Meisterschaft mit 3:1 besiegen. Der
Kölner Torwart Schumacher, aber auch Eintracht-Stürmer Lindner
(weißes Trikot), verpassen eine gefährliche Flanke. Rechts
Sturm (l. FC Köln). |
Eintracht Frankfurt und der Karlsruher SC lieferten sich in der süddeutschen Oberliga viele spannende Kämpfe mit Wechsel-vollem Ausgang. 1963 trennten sich die beiden Mannschaften in Karlsruhe 3 : 3 unentschieden. Mit diesem Bombenschuß erzielte Stein (Eintracht, links) vor Rihm (KSC) das dritte Tor.
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Große Anforderungen an die Spieler stellte der schwere
Boden im Punktekampf 1. FC Nürnberg — Eintracht Frankfurt (l
: 3) 1963 im Nürnberger Zabo. Der nicht ganz blütenweiße
Strehl (Nürnberg) setzt zum Schuß an, ehe ihm Landerer (Eintracht)
in die Parade fährt. In der Mitte Haseneder (Nürnberg). |
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Der „alte" Richard Kreß liefert immer noch Glanzpartien für seine Frankfurter Eintracht. Beim Eintracht-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg 1963 in Nürnberg (3:1) war Kreß einer der Besten. Hier setzt sich der „Veteran" gegen den jungen Nürnberger Reisch (ganz in weiß) durch. Rechts Lutz (Eintracht).
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